Heute ist es endlich so weit. Das neue Green Day Album 21st Century Breakdown ist im Handel erhältlich. Selbstverständlich habe ich es nicht versäumt, es mir pünktlich zum Release in der Special Edition zustellen zu lassen.

Eins vorweg: Ich kann jedem eingefleischten Green Day-Fan dieses Album nur empfehlen. Es ist wieder mal ein gelungener Mix aus gutem Punkrock bis hin zu ruhigen Balladen. Im Folgenden werde ich mal genauer auf die einzelnen Songs eingehen.

“Mit 21st Century Breakdown legen Billy Joe Armstrong, Mike Dirnt und Tré Cool einen neuen Bericht über das wahre Leben vor, der sich als ebenso packend und treffend wie der Vorgänger aus dem Jahr 2004 präsentiert. Denn auch diesmal haben GREEN DAY ihrem Album eine Story zugrunde gelegt, um die sich die Songs auf dem neuen Album lose gruppieren: 21st Century Breakdown erzählt die Geschichte eines jungen Paars, Christian und Gloria, die durch die Versprechungen und das Chaos der ersten Jahre dieses Jahrhunderts irren und irgendwie versuchen, ihren eigenen Weg zu finden. Ein weiterer brillanter Coup des Punktrios aus Kalifornien.” – Offizielle Beschreibung des Albums.

Zu den Songs:

  • Song of the century (0:58) – Das ist der erste Song, der den ruhigen Auftakt zum Album gibt. Ganz im Stil eines alten Radios singt Billy Joe ohne instrumentale Begleitung jedoch leicht verzerrt die ersten Zeilen fürs Album.
  • 21st Century breakdown (5:09) – Nach einem abermals ruhigen Intro geht es endlich los mit dem guten altbekannten Green Day-Sound, ordentlich rockig und genau wie ich es mag. Gegen Ende ist dieser Track wieder etwas ruhiger und rundet so den gesamten Song gut ab. Definitiv einer meiner Favouriten auf diesem Album.
  • Know your enemy (3:10) – Hier haben wir die erste Single-Auskopplung des Albums. Ebenfalls sehr rockig. Ich denke mal, hier bedarf es nicht allzu viel zu sagen, da er ja schon viel im Radio gespielt wurde. ;D
  • Viva la gloria (3:31) – Dieser Song beginnt wie eine ruhige Ballade und steigert sich dann wieder auf den vollen Rocksound ähnlich wie in Know your enemy. Allgemein sehr melodisch. Zur Zeit mein absoluter Lieblingstrack auf dem Album.
  • Before the lobotomy (4:37) – Noch ein ruhigeres Akustikgitarrenintro von etwa 1:20 Minuten. Im Anschluss gibt es ein Wechselspiel zwischen rockigen Riffs und gedämpfter Gitarre mit Gesang. Nach dem rockigen Mittelteil folgt ein langes, voluminöses und gleichzeitig melancholisches Outro.
  • Christians Inferno (3:07) – Durchgehend rockiger und solider Song. Erinnert meiner Meinung nach stellenweise leicht an “Nitro” von Madsen auf grund der Psychadelic-Elemente, die sich hier finden.
  • Last night on earth (3:57) – Hier haben wir die erste Ballade. Allgemein schön ruhig, unterlegt mit Keyboard und einer cleanen E-Gitarre macht der Song einen guten Eindruck. Mir gefällt er auch unheimlich gut, ist allerdings wieder Geschmackssache.
  • East Jesus nowhere (4:35) – Wieder einer der rockigeren Titel des Albums. Von der Art her vergleichbar mit Know your enemy.
  • Peacemaker (3:24) – Sehr fixer Song ohne verzerrte Rythmusgitarren und mit kleinem melodischen Solo in der verzerrten Leadgitarre. Leider fällt mir spontan kein Titel ein, mit dem man diesen vergleichen könnte. Enthält aber durchaus Country-Elemente (und einen Hauch Polka. Definitiv interessant.
  • Last of american girls (3:51) – Im Intro gibt es erstmal eine ruhige Kombination aus Vocals, Bass und typischen Rockdrums. Im Anschluss folgt Geen Day-typischer Rock im Refrain und etwas ruhigere Strophen mit nur ganz leicht angezerrten Gitarren. Wiedermal eine gelungene Kombination.
  • Murder city (2:54) – Ein weiterer solider Rocksong. Sehr flott mit einfacher aber gelungener Leadgitarrenstimme. Voller Rock im Refrain und gedämpfte schnelle Akkorde im Rythmuspart in den Strophen.
  • Viva la gloria (little girl) (3:48) – Und noch ein solider Rocksong mit ruhigen Keyboardintro, aber allgemein in der ersten Hälfte deutlich ruhiger als die anderen Rocksongs mit typischem Green Day-Sound. Zudem wieder gegen Ende eine schöne melodische Leadgitarre.
  • Restles heart syndrome (4:22) – Wie der Titel vermuten lässt handelt es sich bei diesem Track um eine Ballade. Allgemein ist der Song sehr melancholisch gehalten und besteht vornehmlich aus einem ruhigen Drumbeat und passender Akustikgitarre. Gegen Mitte kommt wieder mal die Leadgitarre zum Einsatz. Jedoch sehr dezent und perfekt ins Gesamtbild des Songs passend. Im letzten Drittel geht es dann doch wieder deutlich rockiger zu, weshalb ich diesen Titel auch als Rockballade bezeichnen würde. Ebenfalls ein sehr gutes Lied auf diesem Album.
  • Horse shoes and hand grenades (3:14) – Durchgehend rockiger und rebellischer Song mit kräftigem Gitarrensound wieder im Stil von Know your enemy nur etwas härter.
  • The static age (4:17) – Der erste Song des Albums der mit einem Drumintro beginnt. Im Anschluss kommen dezent die Gitarren mit Gesang hinzu und steigern sich zu gewohnt vollem Rocksound im Refrain und ruhigen Strophen.
  • 21 guns (5:21) – Ein sanftes Intro leitet hier zunächst über zur rythmischen Akustikgitarre. Im Refrain gibt es dann wieder vollen Rocksound im Wechsel mit den ruhigen Akustikstrophen stehts mit passenden Drums im Hintergrund. Allgemein wieder eher ruhiger und melancholischer gehaltener Song. Ebenfalls sehr hörenswert.
  • American eulogy (4:26) – Hier finden wir im Intro die Eröffnung des Albums wieder, welche recht abrupt zu einem rockigen Hauptsong führt im gewohnten Green Day-Style.
  • See the light (4:36) – Nun zum letzten Song des Albums. Nach abermals ruhigerem Anfang gibt es wieder ein ordentlich übergeleiteten runden Rocksong, der dem Album ein würdiges Finale beschehrt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Green Day hier mit eine sehr gelungene Rockoper abgeliefert hat. Somit ist dieses Album für Green Day-Fans definitiv ein Pflichtkauf. Aber auch allen Rockfreunden kann ich dieses Album nur empfehlen. Es hat meine Erwartungen voll und ganz erfüllt.

-Obli