Die neuen Pixel 10-Serie ist da mit kleineren und größeren Neuerungen

Beim diesjährigen – zugegebenermaßen etwas ungewöhnlicheren – Google Event mit Jimmy Fallon wurde die neue Pixel-Generation vorgestellt. Auch die neuste Generation bekommt wie immer einige Upgrades. Die Fallen in diesem Jahr aber je nach Modell unterschiedlich stark aus. Während vor allem die einfachen Pixel-Modelle vor allem durch das Kamera-Upgrade profitieren, sehen die Sprünge bei den Pro-Modellen deutlich überschaubarer aus mit Fokus auf Software-Features – die teilweise natürlich auch etwas später an die Vorgängermodelle weitergereicht werden. Was es dieses Jahr im Detail gibt, das erfahrt ihr wie immer hier.

Design und Verarbeitung – überschaubare Neuerungen

Das vom Pixel 9 bekannte Grunddesign mit dem pillenförmigen Kamera-Modul bleibt erhalten, so dass sich die neuen Geräte auf den ersten Blick kaum unterscheiden. Wobei man nun auch beim einfachen Pixel 10 eine dritte Kamera erkennen kann. Dazu aber später mehr. Dazu kommt wieder Glas für Front- und Rückseite, so wie Alu für den Rahmen. Wobei die regulären Pixels einen matten und die Pros einen glänzenden Rahmen erhalten. Für das Glas kommt wieder Gorilla Glass Victus 2 zum Einsatz. Die Ausmaße sind ebenfalls fast identisch geblieben (gerade einmal 0,1mm mehr in der Dicke), wobei das Gewicht jeweils minimal zugelegt hat mit 204 g für das Pixel 10, 207 g für das Pro und 232 g für das Pro XL. Somit sind die äußerlich auffälligsten Neuerungen tatsächlich nur die Farben. Für das 10 Obsidian, Frost, Indigo und Lemongrass und für die Pros Obsidian, Jade, Porcelain und Moonstone.

Pixelsnap – Googles magnetisches Ladesystem

Die Geräte unterstützen wie bisher Wireless-Charging. Reverse-Charging wurde dagegen leider gestrichen. Statt dessen gibt es mit dem neuen Pixelsnap-Feature – effektiv ein magnetisches Ladesystem vergleichbar mit Apples MagSafe. Das heißt auch hier könnt ihr nun Ladepads oder auch Accessories einfach an die Rückseite magneten und bekommt so zum Beispiel gleich deutlich schickere Halterungen für euer Smartphone. Und das beste: Pixelsnap ist mit MagSafe kompatibel!

Dezentes Upgrade bei den Displays

Bei den Displays sind die Unterschiede ebenfalls sehr überschaubar. Die Größen sind gleich, die Auflösung, so wie die Refreshrates. 60-120 Hz beim Pixel 10 und 1-120 Hz bei den Pros. Lediglich beim Thema Helligkeit gibt es ein leichtes Upgrade für das Pixel 10. Hier sind nun rund 2.000 Nits statt 1.800 Nits drin. Bei HDR-Inhalten in der Spitze sogar 3.000 statt 2.700 Nits. Bei den Pros gibt es dagegen ein deutlich subtileres Upgrade. Zur Anpassung der Helligkeit setzen die Displays auf PWM – sprich schnelles Flimmern, um das Display abzudunkeln. Bei den Pros gibt es nun die neue Option „Helligkeit für empfindliche Augen anpassen“. Das verdoppelt die PWM-Frequenz und soll so die Augen entlasten. Ob das auch für das Pixel 10 verfügbar sein wird, ist noch unklar.

Kameras – Kleine und größere Änderungen

Auch bei den Kameras ist das einfache Pixel 10 der größere Gewinner bei den Upgrades. Bei den Pros gibt es wie gehabt das Triple-Kamera-Setup auf der Rückseite mit 50 MP Hauptkammera, und 48 MP Ultra-Wide und Tele. Letztere ebenfalls wieder mit 5x Zoom. Auch die verwendete Hardware ist dabei identisch geblieben. Das Uprade bezieht sich hier lediglich auf die verbesserte Bildverarbeitung auf der Software-Seite, so wie ein super Pro Res Zoom, der immer noch ansehnlich Bilder bei 100-facher Vergrößerung liefern soll. Dazu gibt es weitere Pro-Features in der Kamera-App, so wie für beide Modelle der neue Camera-Coach, der euch bei der optimalen Bildkomposition helfen soll.

Wie gesagt, die größeren Veränderungen gibt es bei der einfachen Pixel-Modellen. Hier gibt es nämlich nun ebenfalls ein Triple-Kamera-Setup. Neu dazugekommen ist auch hier die 5x Tele-Kamera. Aber auch insgesamt gibt es einige Änderungen – nicht alle Verbesserungen. Die Weitwinkelkamera löst nun mit 48 statt 50 MP auf, bietet mit ƒ/1,70 zu bisher ƒ/1,68 eine minimal schlechtere Blende, hat aber mit 1/2,0″ zu 1/1,31″ einen merklich kleineren Sensor. Der fängt natürlich weniger Licht ein, was generell ein Nachteil ist, Google aber via Software kompensieren will. Die Ultra-Wide-Variante löst nur noch mit 13 MP statt mit 48 MP auf und hat mit Blende ƒ/2,2 und einer Sensorgröße von 1/3,1″ ebenfalls ein Downgrade erhalten. Dazu kommt dafür eben die 5x Telekamera mit 10,8 MP einem 1/3,2″ großen Sensor und Blende ƒ/3,1. Bei der Frontkamera ist hingegen alles beim Alten geblieben. Auch hier gibt es einen Super Res Zoom, allerdings bis maximal 30x. Was die Entscheidungen in der Praxis bedeuten, müssen die ersten Tests zeigen.

Tensor G5 liefert ab – Aber fernab der Spitze

Auch beim Chipsatz hat sich einiges getan. Mit dem Tensor G5 wechselt Google von Samsung zu TSMC und dem 3-nm-Fertigungsprozess. Das soll sowohl für einen deutlichen Leistungssprung bei gleichzeitig besserer Effizienz sorgen. Fokus liegt hier aber auch dieses Jahr wieder auf KI-Leistung, die mit diesem Chip lokal beschleunigt werden. Der Mehrwert soll sich vor allem wieder bei Foto- und Videooptimierung zeigen, aber auch die neuen KI-Tools wie Gemini, Magic Cue und vielem weiteren zeigen. Kombiniert wird das wieder mal mit 12 GB Arbeitsspeicher für das Pixel 10 und 16 GB für das Pro und das Pro XL.

In der Praxis soll das einen Leistungssprung von rund 34 % im Mittel geben und sogar 60 % bei KI-Aufgaben. Gleichzeitig soll es durch die verbesserte Effizienz und Kühllösung zu weniger Throttling kommen. Trotzdem fällt der Prozessor deutlich langsamer als die aktuellen Spitzenmodelle von Apple und Qualcomm aus, was vor allem Leistungsenthusiasten nicht gefallen dürfte. Im Alltag dürfte der Leistungsunterschied für die meisten nicht allzu sehr ins Gewicht fallen.

KI so weit das Auge reicht

Highlight sollen vor allem auch dieses Jahr wieder die KI-Features sein. Allem voran Magic Cue. Dabei handelt um tiefe KI-Integration quer durch die Google-Apps. Von Gmail, über Kalender bis Fotos und mehr. Durch proaktive Aktionsvorschläge und Hilfestellungen, sollt ihr weniger durch einzelne Apps wechseln müssen und die passenden Funktionen und Infos da haben, wo ihr sie braucht. Die Inhalte werden eben aus all euren Apps zusammengeführt und intelligent da vorgeschlagen, wo sie benötigt werden.

Ein weiteres groß demonstriertes Feature ist die Live-Übersetzung in Anrufen. In den Demos funktionierte das bereits mit erstaunlich geringer Latenz und recht guten Übersetzungen. Auch ein Live-Gemini ist an Board, das mit Hilfe der Kamera oder den Bildschirminhalten direkt weiterhelfen soll.

Dazu kommen eben Features wie der neue Camera Coach mit aktiven Vorschlägen für bessere Bildkompositionen und Einstellungen beim Fotografieren, der Pro Res Zoom, den erweiterten Fotobearbeitungsmöglichkeiten und den Content-Credentials.

Preisgestaltung und Prognose

Preislich ist im Grunde alles beim Alten geblieben. Das Basis-Modell startet bei 128 GB Speicher mit 899 Euro und die Pro-Version mit 1.099 Euro bei gleichem Speicher. Neu ist allerdings, dass die Pro XL-Version nun direkt mit 256 GB startet. Mit 1.299 Euro ist hier der Preis zwar identisch mit der gleich großen Vorversion, die bot zum Start jedoch einen 100 Euro-Rabatt, so dass sie effektiv für 1.199 Euro erhältlich war.

Wie so oft lohnt es sich aber natürlich etwas abzuwarten, insbesondere, da die Aktionen für frühe Besteller kaum noch Vorteile bringen, abseits relativ guter Trade-In-Angebote. Idealo hat dazu wieder passende Prognosen erstellt. Wie gewohnt werden die Geräte mit der Zeit günstiger, allerdings nicht ganz so schnell, wie es zum Beispiel bei Samsung oft der Fall ist. Das Pixel 10 dürfte, wenn es sich ähnlich wie die Vorgänger entwickelt nach den ersten vier Monaten den ersten deutlichen Preisnachlass erfahren, mit etwas Glück die Marke von 700 Euro durchbrechen und sich dann moderat weiterentwickeln. Das Pro-Modell wird nach der Vorhersage ein klein wenig stabiler bleiben, aber trotzdem einen Nachlass von rund 20 % nach gleicher Zeit mit sich bringen.

Trotzdem wird sicherlich vor allem die Basis-Version für Upgrade-Freunde interessant sein. Pro-Nutzer mit der 9er-Version dürften dieses Jahr sicherlich weniger in Versuchung geraten.

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Letzte Aktualisierung am 30.08.2025 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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