Mit der üblichen Verzögerung der A-Reihe hat nun auch das Pixel 10a Einzug ins Pixel 10-Line-Up gehalten. Am 18. Februar frisch vorgestellt, ist die neue Mittelklasse ab dem 05. März erhältlich und soll eben so wie die großen Geschwister vor allem mit ordentlicher KI-Power punkten und bedient sich auch ansonsten wieder an bereits bekannter Hardware. Leider aber nicht überall an der neusten Generation. Was mancherorts bereits zu Enttäuschung führt.
Design und Verarbeitung
Designmäßig geht die A-Reihe schon immer leicht andere Wege als die Geschwister der Hauptreihe. Auch hier wurde wieder auf den für Pixel-Geräte eigentlich markanten Kamera-Bump verzichtet. Statt dessen gibt es wieder ein unauffälligeres Kamera-Setup, das im Grunde gänzlich der Aufmachung des Vorgängers folgt. Generell lassen sich die beiden Geräte auf den ersten und selbst zweiten Blick kaum unterscheiden. Bei genauerer Betrachtung erkennt man allerdings, dass das Kamera-Modul nun nochmal etwas flacher geworden ist und so bündig mit dem Gehäuse abschließt. Dafür ist das Gerät mit 9 mm knapp 0,1 mm dicker geworden. Die Größe ist mit 6,3 Zoll ebenfalls gleich geblieben, eben so wie der Schutz nach IP68.

Abseits dessen ist es nahezu identisch mit dem Vorgänger, so dass die Farbauswahl der wohl auffälligste Unterschied bleibt. Wieder mit dabei ist Obsidian, daneben gibt es aber noch Berry, Fog und Lavender.
Enttäuschung bei den Kameras
Das Kamera-Setup ist mit dem Vorgänger identisch. Nicht nur die reinen Specs, auch die tatsächliche Hardware hat sich nicht verändert. Das bedeutet konkret, auch hier gibt es wieder eine 48 MP Weitwinkelkamera mit f/1.7 Blende als Hauptkamera, eine 13 MP Ultraweitwinkelkamera mit Blende f/2.2 und eine Frontkamera mit 13 MP und ebenfalls einer Blende von f/2.2.
Trotzdem verspricht Google Verbesserungen. Die sollen bei diesem Modell aber ausschließlich durch angepasste Algorithmen und, natürlich auch in diesem Kontext, vor allem mit KI erreicht werden.
Detailverbesserungen am Display
Das 6,3 Zoll große Display setzt wieder auf pOLED mit FHD+-Auflösung und sorgt eben so mit variablen Bildraten zwischen 60 und 120 Hz für sehr flüssige Nutzung. Im Vergleich zum Vorgänger hat sich die Spitzenhelligkeit um 300 Nits auf 3.000 Nits erhöht und ist so identisch mit dem großen Pixel 10. In der Praxis merkt man diesen Helligkeitszuwachs jedoch kaum.
Eine subtile aber nicht zu vernachtlässigende Änderung betrifft das Glas auf dem Display. Statt Gorilla-Glas 3 kommt hier nun neu Gorilla Glas 7i zum Einsatz. Das ist effektiv, passend zum Gerät, die neue Schutzglas-Option, die deutlich widerstandsfähiger sein soll als noch Gorilla Glas 3. Konkret soll sich hier vor allem die Bruchfestigkeit erhöht haben. Das heißt, bei Stürzen springt das Glas nicht so schnell wie der Vorgänger. Das Pixel 10 und 10 Pro setzen dagegen auf Gorilla Glas Victus 2, dass in allen Bereichen nochmal spürbar besser sein soll.
Keine Neuigkeiten beim Prozessor
Bisher war es üblich, und abgesehen von Google beim übrigen Mittelklasse-Markt eher ungewöhnlich, dass die A-Reihe den gleichen Prozessor wie die Spitzenmodelle bekommt. Dieses Jahr hat sich das jedoch geändert. Statt den neuen Tensor G5 bleibt die A-Serie beim G4, sprich dem Prozessor aus dem Vorjahr, der auch schon beim Pixel 9a zum Einsatz kommt. Der ist immer noch schnell genug für alle Alltagsaufgaben und ist auch fit für KI, trotzdem macht sich gerade hier einiges an Enttäuschung breit.
Gepaart wird das erneut mit 8 GB Arbeitsspeicher und 128 oder 256 GB Speicher für eure Daten, ohne Option diesen via SD-Karte zu erweitern. Das heißt, die Alltagsleistung bleibt zwar angenehm flink, aber absolut identisch mit dem Vorgänger.
Als kleines Upgrade hat sich aber noch etwas auf Seiten der Konnektivität getan. Zwar wird in Sachen WLAN nach wie for der WiFi 6E Standard statt der 7er wie bei den großen Modellen unterstützt, dafür gibt es ein Versions-Upgrade für Bluetooth, das nun in der Version 6.0 mit am Start ist. Ansonsten sind natürlich auch NFC und e-SIM-Unterstützung mit an Board.
Sanftes Akku-Upgrade
Zwar bleibt die Kapazität des Akkus mit stabilen 5.100 mAh identisch mit dem Vorgänger und dürfte hier entsprechend für vergleichbar gute Laufzeiten sorgen, ein Upgrade gab es aber bei der Ladegeschwindigkeit. Das Gerät kann nun mit bis zu 30 W via Kabel und 10 W drahtlos gefüttert werden, gegenüber den 23 W und 7,5 W des Vorgängers. Damit schließt es auf Kabelseite zu den Spitzenmodellen auf. Diese können aber auf drahtloser Seite mit 5 extra Watt überzeugen, wobei das Pro XL auch über Kabel noch etwas schneller lädt. Trotzdem bleibt Google damit insgesamt hinter der fernöstlichen Konkurrenz zurück.
KI-Upgrade und Gatekeeping
Der übrige Bonus liegt in den Software- und allem voran KI-Features. Wie auch die übrigen Geräte der 10er-Reihe ist hier der neue Kamera-Coach mit am Start so wie die Funktion „Beste Aufnahme“, die nun automatisiert die besten Gesichter aus Gruppenaufnahmen zusammenfügt. Die Grundfunktion besitzt zwar bereits das 9a, aber bisher nur in einer manuellen Variante.
Da bei der alten und der neuen Variante jedoch der identische Prozessor zum Einsatz kommt, ist dieser Unterschied auf reines Software-Gatekeeping zurückzuführen und nicht auf technische Limitationen. Ob diese Funktionen zu einem späteren Zeitpunkt noch auf die alten Modelle kommen, ist derzeit fraglich.
Das 10a kommt ansonsten natürlich mit allen üblichen Software-Vorzügen. Ein cleanes Android, hier direkt in der Version 16, schnelle Updates und ein langer Support von insgesamt 7 Jahren.
Schwierige Marktposition
Wie man insgesamt sieht, gibt es hier lediglich Detailverbesserungen, die für die meisten Kunden üblicher Mittelklasse-Geräte kaum relevant sein werden. Das setzt das Gerät vor allem in Konkurrenz mit sich selbst, bzw. seinem Vorgänger. Denn genau wie dieser ist das 10a zum Start für 549 Euro für die 128 GB Variante und für 649 Euro für die 256 GB Variante zu haben. Der genau so leistungsstarke Vorgänger ist mittlerweile jedoch deutlich günstiger geworden und für ab rund 350 Euro zu haben und bietet immer noch 6 Jahre Update-Support. Die Unterschiede zwischen den beiden Geräten haben sich die Kollegen von idealo genauer angesehen.

Aber auch das 10er wird sicherlich der Preisentwicklung folgen. Das heißt, wenn ihr ohnehin noch etwas warten könnt, könnt ihr in Ruhe schauen, ob und vor allem wann sich das neue 10a für euch lohnt. Dazu kommt, dass das Pixel 10 mittlerweile für rund 560 Euro zu haben ist und so mit deinem echten Upgrade in Bezug auf Prozessor, Arbeitsspeicher, Kamera und Displayglas darstellt, wenn ihr ohnehin in diesem Preisbereich investieren möchtet.
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