Apple hat sein diesjähriges Line-up vorgestellt. Absolutes Highlight ist natürlich das neue iPhone Duo, Apples erstes Foldable. Mit dem Formfaktor erinnert es definitiv stark an das neue Samsung Galaxy Z Fold 8, aber eben mit deutlicher Apple-Designsprache und vor allem einem deutlich immersiveren Look and Feel, bei dem Apples neues Glass-Design deutlich besser zur Geltung kommt. Vor allem herausragend ist, dass Apple für das interne Display auf eine matte Ausführung mit Nanotexturglas gesetzt hat. Aufgrund des massiven Startpreises von 2.299 Euro wird es aber ziemlich sicher eher nichts für die breite Masse sein.
Die dürfte allgemein etwas enttäuscht sein. Denn vom neuen iPhone 18 fehlte jede Spur. Stattdessen wurden nur das iPhone 18 Pro und Pro Max vorgestellt. Wann und in welcher Form das reguläre iPhone 18 noch folgen wird, hat Apple auf dem Event nicht verraten. Aktuell bleibt damit das iPhone 17 als reguläres Modell im Line-up.
Die beiden neuen Pro-Modelle dürften für viele aber ohnehin deutlich spannender sein. Also gehen wir mal durch, was Apple uns hier dieses Jahr liefert und was sich gegenüber dem iPhone 17 Pro tatsächlich verändert hat.
Bekanntes Design mit kleinen Anpassungen
Beim Design bleibt Apple dicht am Vorgänger. Nachdem das iPhone 17 Pro mit seinem Aluminium-Unibody und dem großen Kamera-Plateau eine ziemlich starke optische Veränderung bekommen hat, bleibt dieses Grundkonzept beim iPhone 18 Pro erhalten. Auch die Größen ändern sich nicht. Das iPhone 18 Pro ist weiterhin 150,0 x 71,9 x 8,75 Millimeter groß, das Pro Max kommt auf 163,4 x 78,0 x 8,75 Millimeter. Vorne sitzt weiterhin Ceramic Shield 2, auch die Rückseite wird erneut durch Ceramic Shield geschützt.
Etwas zugelegt haben beide Modelle minimal beim Thema Gewicht. Das kleine Pro steigt von 204 auf 211 Gramm, während das Pro Max einen deutlich größeren Sprung von 231 auf satte 249 Gramm macht. Gerade beim Pro Max dürfte man den deutlich größeren Akku also nicht nur bei der Laufzeit, sondern auch in der Hand merken.

Farblich gibt es natürlich wieder eine neue Auswahl. Neben Silber ist endlich Schwarz zurück. Dazu kommen Polar und das neue Burgunder. Letzteres dürfte wohl die diesjährige Signature-Farbe sein und ersetzt damit Cosmic Orange und Tiefblau der 17er-Generation.
Display – eigentlich alles beim Alten
Auf Seite des Displays muss man die Neuerungen schon fast mit der Lupe suchen. Erneut kommen 6,3 Zoll beim Pro und 6,9 Zoll beim Pro Max zum Einsatz. Selbst Auflösung und Pixeldichte bleiben mit 2.622 x 1.206 beziehungsweise 2.868 x 1.320 Pixeln und 460 ppi identisch.
Gleiches gilt für ProMotion mit adaptiven Bildwiederholraten bis 120 Hz, Always-On, die maximale HDR-Helligkeit von 1.600 Nits und bis zu 3.000 Nits im Freien. Selbst die minimale Helligkeit bleibt bei einem Nit. Rein vom eigentlichen Panel her findet man zwischen iPhone 17 Pro und 18 Pro auf dem Papier also praktisch keinen Unterschied.
Die Dynamic Island wird endlich kleiner
Ganz unverändert ist die Vorderseite dann aber doch nicht. Apple hat die Dynamic Island verkleinert. Die riesige Veränderung, die manche Leaks mit Face ID komplett unter dem Display versprochen hatten, ist daraus allerdings nicht geworden. Face ID arbeitet weiterhin über das TrueDepth-System im sichtbaren Bereich.

Immerhin nutzt Apple den gewonnenen Platz auch funktional. Die neue Dynamic Island kann nun bis zu drei Live-Aktivitäten gleichzeitig darstellen. Also beispielsweise Navigation, Musikwiedergabe und einen Live-Spielstand parallel. Wie groß die Aussparung exakt geschrumpft ist, gibt Apple nicht an. Im direkten Vergleich wirkt die Front aber definitiv moderner. Ein riesiges Upgrade ist das nicht, aber nach mehreren Jahren nahezu unveränderter Dynamic Island eine nette Weiterentwicklung.
SoC von der M-Serie inspiriert
Die obligatorische neue Chipgeneration darf natürlich ebenfalls nicht fehlen. Zum Einsatz kommt der A20 Pro, der erstmals im 2-Nanometer-Verfahren gefertigt wird. Der Aufbau besteht aus einer 6-Core-CPU, einer neuen 7-Core-GPU mit Neural Accelerators und einer sogenannten Dual 16-Core Neural Engine. Letztere besitzt also insgesamt 32 Kerne und soll die KI-Rechenleistung gegenüber dem A19 Pro verdoppeln. Zusätzlich spricht Apple von 50 Prozent mehr Speicherbandbreite und einer bis zu 40 Prozent schnelleren GPU gegenüber dem A19 Pro.

Interessant ist aber vor allem die Konstruktion des Chips selbst. Apple hat sich hier offenbar etwas bei seinen M-Chips abgeschaut. Chip und Speicher sitzen nun anders nebeneinander, wodurch der eigentliche Prozessor direkter mit der Dampfkammer verbunden werden kann. Und die Vapor-Chamber selbst wurde ebenfalls überarbeitet. Sie bietet laut Apple die dreifache Oberfläche der Lösung aus dem iPhone 17 Pro. Dadurch soll die dauerhaft abrufbare Leistung um bis zu 40 Prozent steigen.
Das ist vor allem deshalb interessant, weil Apple bereits beim iPhone 17 Pro genau diesen Punkt stark beworben hat. Dort war die Vapor-Chamber eine der großen Neuerungen. Jetzt wird dieses Kühlsystem also direkt noch einmal erheblich ausgebaut. Wie viel davon abseits von längeren Gaming-Sessions, Videobearbeitung oder KI-Berechnungen im Alltag tatsächlich zu merken ist, muss sich natürlich erst noch zeigen.
Apple baut jetzt auch sein eigenes Modem ein
Fast etwas untergegangen ist eine weitere ziemlich große technische Neuerung. Im iPhone 18 Pro steckt erstmals Apples neues C2-Mobilfunkmodem. Damit löst sich Apple auch bei seinen wichtigsten Pro-Modellen weiter von externen Modemlösungen. Laut Apple soll das C2 gegenüber dem C1X schnellere Uploads ermöglichen und gleichzeitig etwa 15 Prozent weniger Energie verbrauchen. In den USA kommt zudem mmWave-Unterstützung hinzu.
Für WLAN bleibt der bereits bekannte N1-Chip zuständig. Entsprechend gibt es erneut Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und Thread. Im Alltag dürfte das C2 kaum das Feature sein, wegen dem jemand sein iPhone austauscht. Für Apple selbst ist es strategisch aber einer der größten Schritte dieser Generation.
Das eigentliche Highlight: die neue Kamera
Deutlich sichtbarer werden die Neuerungen bei der Kamera. Wobei das grundlegende Setup zunächst erstaunlich vertraut aussieht. Weiterhin gibt es drei Fusion-Kameras mit jeweils 48 Megapixeln. Die Ultraweitwinkelkamera arbeitet weiterhin mit 13 Millimetern und ƒ/2.2, das Teleobjektiv mit 100 Millimetern beziehungsweise 4-fachem Zoom und ƒ/2.8. Durch Sensor-Cropping gibt es erneut eine 8x-Option mit 200 Millimetern in „optischer Qualität“. Insgesamt bietet Apple damit weiterhin die Zoomstufen 0,5x, 1x, 2x, 4x und 8x. Die große Neuerung sitzt stattdessen bei der Hauptkamera.
Endlich eine variable Blende
Erstmals verbaut Apple im iPhone eine echte mechanisch verstellbare Blende. Dabei stehen vier Einstellungen zur Verfügung:
ƒ/1.48, ƒ/1.8, ƒ/2.8 und ƒ/4.0.
Im Inneren arbeitet dafür eine aus sechs Lamellen bestehende Blende, die über einen kleinen Rotor mechanisch verstellt wird. Automatisch entscheidet das iPhone anhand der Lichtverhältnisse und des Motivs, welche Öffnung sinnvoll ist. In den neuen Pro-Steuerungen kann man sie aber auch selbst festlegen. Und das ist tatsächlich deutlich interessanter als einfach nur die nächste höhere Megapixelzahl.

Mit ƒ/1.48 fällt mehr Licht auf den ebenfalls neuen Sensor. Apple spricht hier von rund 50 Prozent besserer Performance bei wenig Licht. Das dürfte insbesondere bei Nacht- und Indoor-Aufnahmen helfen. Am Ende ist es aber auch „nur“ eine halbe Blendenstufe.
Noch interessanter finde ich aber die andere Richtung. Mit ƒ/2.8 oder sogar ƒ/4 lässt sich die Schärfentiefe erhöhen. Bei Gruppenaufnahmen oder Landschaften kann dadurch ein größerer Bereich tatsächlich optisch scharf abgebildet werden, statt sich nur auf nachträgliche Software-Tricks zu verlassen.
Natürlich reden wir hier immer noch über einen vergleichsweise kleinen Smartphone-Sensor. Die variable Blende verwandelt das iPhone also nicht plötzlich in eine Vollformatkamera. Aber sie gibt Fotografen eine zusätzliche echte optische Stellschraube. Aber hier muss man ganz klar sagen: Diese Feature haben bereits einige andere Hersteller über die Jahre eingeführt und teilweise wieder verworfen. Das ist also keine Apple-eigene Innovation im Smartphone-Sektor. Trotzdem für mich definitiv ein Pro-Feature, das ich gern häufiger sehen würde.
Zusätzlich gibt es neue manuelle Pro-Einstellungen für Blende, Verschlusszeit, Weißabgleich und Histogramm direkt in Apples Kamera-App. Wer will, kann die Kamera damit deutlich stärker selbst kontrollieren als bisher.
Auch Video bekommt mehr Pro-Funktionen
Bei Video war das iPhone schon vorher ziemlich stark aufgestellt. Entsprechend sind die Verbesserungen diesmal eher spezieller.
4K Dolby Vision mit bis zu 120 fps bleibt erhalten. Neu ist unter anderem, dass der Kinomodus jetzt bis 4K mit 60 fps funktioniert – beim iPhone 17 Pro waren hier noch 30 fps das Limit. Noch spannender: Die entsprechenden Kinoeffekte können jetzt sogar nachträglich auf regulär aufgenommene Videos angewendet werden. Zeitraffer lassen sich nun ebenfalls bis 4K Dolby Vision aufnehmen. Dazu kommen überarbeitete Audiomix-Funktionen, die unter anderem Musik stärker von Umgebungsgeräuschen isolieren können.
Für normale Schnappschüsse sicher nicht kaufentscheidend. Wer sein iPhone aber tatsächlich für Content-Produktion und Videos verwendet, bekommt hier durchaus interessante neue Werkzeuge.
Die Frontkamera bleibt dagegen grundsätzlich bei der bereits letztes Jahr eingeführten 18-MP-Center-Stage-Kamera mit ƒ/1.9. Sie kann durch ihren quadratischen Sensor weiterhin automatisch zwischen Hoch- und Querformat wechseln beziehungsweise den Bildausschnitt anpassen.
Besonders das Pro Max legt beim Akku massiv zu
Eine der größten praktischen Neuerungen findet man ausgerechnet in einem Bereich, den Apple selbst traditionell nur sehr ungern mit konkreten mAh-Zahlen bewirbt. Beim europäischen iPhone 18 Pro steckt ein Akku mit 4.056 mAh im Gehäuse. Der Vorgänger kam auf 3.988 mAh. Das sind gerade einmal rund 1,7 Prozent mehr. Wobei man in Bezug auf die Laufzeit auch nicht die Auswirkungen des verkleinerten Chip-Fertigungsverfahrens unterschätzen darf.
Beim Pro Max sieht die Geschichte komplett anders aus. Hier wächst der Akku von 4.823 auf 5.391 mAh – ein Plus von fast 12 Prozent. Damit erklärt sich dann auch zumindest ein Teil des deutlich höheren Gewichts.
In Apples eigenen Laufzeittests steigt die Videowiedergabe beim kleinen Pro von 31 auf 34 Stunden. Beim Pro Max geht es dagegen von 37 auf satte 43 Stunden hoch. Beim Streaming sind es 31 beziehungsweise 38 Stunden.
Das ist gerade beim Pro Max ein ziemlich massiver Sprung innerhalb nur einer Generation. Und zusammen mit dem effizienteren 2-nm-Chip sowie dem neuen C2-Modem dürfte ausgerechnet die Akkulaufzeit eines der Upgrades sein, das man im Alltag am stärksten merkt.
Interessant bleibt die internationale Unterscheidung. In Deutschland gibt es weiterhin einen physischen Nano-SIM-Slot zusätzlich zur eSIM. In einigen Ländern verkauft Apple dagegen reine eSIM-Versionen, bei denen der gewonnene Platz wieder für etwas größere Akkus genutzt wird. Diese Varianten schaffen laut Apple bis zu 36 beziehungsweise 45 Stunden Videowiedergabe.
Endlich schnelleres Laden
Auch beim kabelgebundenen Laden tut sich etwas. Und das wurde ehrlich gesagt auch langsam Zeit. Das iPhone 17 Pro schaffte laut Apple 50 Prozent in etwa 20 Minuten. Beim iPhone 18 Pro sollen 50 Prozent nun in rund 15 Minuten möglich sein. Dafür wird allerdings ein Netzteil mit mindestens 60 Watt und entsprechender Spannungsversorgung benötigt.
Drahtlos bleibt es bei maximal 25 Watt über MagSafe beziehungsweise Qi2 und rund 30 Minuten für 50 Prozent. Im Vergleich zu diversen Android-Flaggschiffen sind das weiterhin keine spektakulären Ladegeschwindigkeiten. Die zusätzlichen fünf Minuten sind aber zumindest ein Schritt in die richtige Richtung.
Viel KI-Leistung, die wir in Deutschland erst einmal nicht vollständig nutzen können
Apple bewirbt den A20 Pro ziemlich offensiv als KI-Chip. Und technisch ist die neue Dual 16-Core Neural Engine mit doppelter KI-Rechenleistung auch definitiv interessant. Dazu kommt iOS 27 mit der neuen Generation von Apple Intelligence und insbesondere Siri AI. Die soll deutlich natürlichere Gespräche führen, Kontext aus verschiedenen Apps zusammenführen und erstmals stärker in Richtung eines tatsächlich modernen KI-Assistenten gehen. Für uns in Deutschland gibt es allerdings einen ziemlich großen Haken.
Siri AI startet auf dem iPhone zunächst nicht in der EU.
Apple begründet die Verzögerung mit den Anforderungen des Digital Markets Act. Einen Termin für die Einführung auf iPhone und iPad in der EU gibt es aktuell nicht. Die bisherigen Apple-Intelligence-Funktionen bleiben dagegen verfügbar und unterstützen weiterhin Deutsch. Das ist gerade beim iPhone 18 Pro etwas ärgerlich. Schließlich stellt Apple die neue Neural Engine und den A20 Pro ausdrücklich als großes KI-Upgrade heraus, während ausgerechnet eines der wichtigsten neuen Softwarefeatures hierzulande zunächst fehlt.
Bis zu 2 TB Speicher für beide Modelle
Eine kleine, aber interessante Änderung gibt es auch bei den Speichervarianten. Los geht es bei beiden Modellen weiterhin mit 256 GB. Zusätzlich stehen 512 GB und 1 TB zur Verfügung. Neu ist allerdings, dass jetzt auch das kleine iPhone 18 Pro mit 2 TB angeboten wird. Beim Vorgänger gab es diese Kapazität ausschließlich beim Pro Max. Damit sind beide Modelle technisch etwas stärker angeglichen worden.
Und 2 TB im Smartphone sind natürlich eine ziemlich absurde Menge Speicher. Wer viel ProRes beziehungsweise ProRes RAW direkt auf dem Gerät aufnimmt, kann sie aber tatsächlich gebrauchen. Wobei ihr natürlich auch immer auf externe Datenträger für derartige Aufgaben zurückgreifen könnt.
Allerdings kommen wir damit auch direkt zum größten Problem der neuen Generation.
Deutlich teurer geworden
So erfreulich stabil Apples deutsche iPhone-Preise in einigen der vergangenen Jahre waren, ist damit dieses Jahr Schluss. Grund dafür ist die aktuell anhaltende Chip-Krise. Bereits vor einigen Monaten hat Apple durch seine gesamte Produktpalette die Preise angehoben. Auch bei den bisherigen iPhones. So ist es kaum verwunderlich, dass es auch den UVP der neuen Modelle trifft.
So startet das iPhone 18 Pro bei 1.449 Euro mit 256 GB. Für das iPhone 18 Pro Max werden mindestens 1.599 Euro fällig. Zum Vergleich: Das iPhone 17 Pro startete letztes Jahr bei 1.299 Euro, das Pro Max bei 1.449 Euro. Beide Geräte sind damit auf einen Schlag 150 Euro teurer geworden.
Und wer beim Speicher eskalieren möchte, kann das jetzt problemlos tun. Das 2-TB-iPhone 18 Pro kostet 2.949 Euro, beim Pro Max sind es sogar 3.099 Euro. Damit kostet ein voll ausgestattetes Pro Max inzwischen mehr als so mancher ziemlich starke Gaming-PC.
Vorbestellen lassen sich beide Modelle ab Samstag, dem 12. September, um 14 Uhr deutscher Zeit. Offizieller Verkaufsstart ist dann am 18. September.
Wer wartet kann sparen
Natürlich hat sich das Team von idealo auch dieses Jahr wieder an eine Preisprognose gewagt und die spricht auch dieses Mal wieder eine deutliche Sprache. Kurz: Wer warten kann, kann sparen. Auch wenn die Chip-Krise die allgemeinen Preise im Technik-Bereich nach oben treibt, dürften die Preise der iPhones ausgehend vom UVP nach einer Weile fallen.

Nach rund 5 Monaten dürfte es nach aktuellen Einschätzungen die größten Ersparnisse für das iPhone 18 Pro geben. Wer nicht ganz so lang warten möchte, dürfte aber bereits nach 2 – 3 Monaten erste spürbare Nachlässe bekommen. Hier hilft auf jeden Fall die Augen offen zu halten.

Ganz ähnlich sieht es beim iPhone 18 Pro Max aus. Auch hier dürftet ihr, wenn man sich die historischen Daten der Vorgänger anschaut, nach 2 – 3 Monaten spürbare Nachlässe geben, während ihr nach rund 5 Monaten den wohl besten Kompromiss aus Preis und Wartezeit bekommen dürftet.
Pro oder Pro Max?
Technisch sind iPhone 18 Pro und Pro Max dieses Jahr erfreulich nah beieinander. Die variable Blende gibt es bei beiden, genauso den A20 Pro, das komplette Triple-Kamera-System und alle Pro-Funktionen. Die Entscheidung hängt damit im Wesentlichen wieder von Größe und Akku ab.
Mit 6,3 Zoll und 211 Gramm ist das iPhone 18 Pro deutlich handlicher. Und mit bis zu 34 Stunden Videowiedergabe sollte auch die Laufzeit problemlos für den Alltag reichen. Das Pro Max bietet dagegen 6,9 Zoll und mit seinem deutlich größeren 5.391-mAh-Akku bis zu 43 Stunden Videowiedergabe. Dafür trägt man aber eben auch stolze 249 Gramm mit sich herum und zahlt noch einmal 150 Euro mehr.
Fazit: Mehr Upgrade als man auf den ersten Blick denkt
Rein optisch ist die 18er-Generation sicher kein großer Sprung. Im Grunde schaut man weiterhin auf das Design des iPhone 17 Pro. Selbst beim Display sind Auflösung, Größe, Bildwiederholrate und Helligkeit praktisch identisch. Die kleinere Dynamic Island ist nett, dürfte aber kaum jemanden zum Upgrade bewegen.
Unter der Haube passiert dafür erstaunlich viel. Der A20 Pro wechselt erstmals auf 2 Nanometer, bekommt mehr Grafikleistung, deutlich mehr KI-Power und eine noch einmal massiv ausgebaute Kühlung. Dazu kommt mit dem C2 Apples eigenes Mobilfunkmodem.
Das Pro Max erhält gleichzeitig einen fast zwölf Prozent größeren Akku und steigert seine angegebene Videolaufzeit um sechs Stunden. Auch das schnellere Laden auf 50 Prozent in rund 15 Minuten ist willkommen.
Die mit Abstand spannendste Neuerung ist für mich aber die Kamera. Denn Apple hat mit der variablen Blende erstmals seit längerer Zeit wieder eine echte optische Funktion ergänzt. ƒ/1.48 bis ƒ/4.0 eröffnen sowohl bei wenig Licht als auch bei der Schärfentiefe neue Möglichkeiten. Gerade zusammen mit den erweiterten manuellen Einstellungen entwickelt sich das iPhone damit tatsächlich noch etwas stärker in Richtung ernstzunehmendes Kamera-Werkzeug.
Das alles hat allerdings seinen Preis, der wie erwähnt, vor allem durch die aktuelle Krise nach oben getrieben wird. Für Besitzer eines iPhone 17 Pro sehe ich trotz der vielen Neuerungen wenig Grund, direkt wieder umzusteigen. Kamera und Akku sind besser, aber der Vorgänger ist deshalb noch lange nicht alt.
Kommt man dagegen von einem iPhone 15 Pro oder noch älter, sieht die Sache schon deutlich interessanter aus. Dann summieren sich größere Displays, 120-Hz-Technik, deutlich längere Akkulaufzeit, die neuen Kameras, bessere Kühlung und mehrere Chipgenerationen zu einem wesentlich größeren Gesamtpaket. Vor allem wer mit dem großen Pro Max liebäugelt, bekommt insbesondere mit dem größeren Akku einen sehr starken zusätzlichen Anreiz.
Und wer eigentlich auf ein normales iPhone 18 gehofft hat? Der muss sich dieses Jahr wohl noch etwas gedulden.