Dell XPS 13 9310 (2021) im Test – Kompaktes Ultrabook mit mächtig Performance – Intel 11th Gen.

Nach den beiden großen XPS-Modellen schauen wir uns nun mit dem XPS 13¹ auch noch die kleinste Variante von Dells Premium-Laptops an. Unter dem Namen 9310¹ hat das kompakteste Modell vor einiger Zeit ein Update erhalten. Was sich hier geändert hat und was das Gerät sonst noch zu bieten hat, das erfahrt ihr wie immer hier.

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Verarbeitung

Das XPS 13 fügt sowohl optisch als auch in Sachen Verarbeitungsqualität nahtlos in das bestehende XPS-Line-Up ein. Es gibt Aluminium an ober und Unterseite und Carbon auf der Innenseite. Letzteres ist dabei wie schon von den anderen Modellen bekannt, nicht ganz unempfindlich, was Fingerabdrücke angeht. Genau wie die letzte Generation ist das Gerät recht mit 1,3 kg zwar nicht das leichteste, aber definitiv portabel, besonders wenn man eben die Materialwahl und die gebotene Stabilität berücksichtigt. Hier gibt es nämlich erstaunlich wenig Biegsamkeit, was man sonst häufig bei leichteren Geräten in Kauf nehmen muss.

Designmäßig habe ich hier nur zwei kleine Kritikpunkte. Der Bildschirm lässt sich zwar mit ordentlich festem Widerstand problemlos mit einer Hand aufklappen und hält dann seine Position, allerdings gibt es hier an der Displaykante relativ wenig Grip, was das Öffnen auf der anderen Seite wieder erschwert. Eine kleine Einkerbung wäre hier definitiv praktisch gewesen.

Wie schon in der letzten Iteration ist es Dell gelungen, das Gerät abseits der 13 Zoll-Diagonale so kompakt wie möglich zu entwerfen. Hier wurde kein unnötiger Millimeter Platz verschwendet. Heißt, ihr habt wirklich extrem schmale Displayränder, eine Tastatur in voller Größe und auch ein Touchpad, das jeden Millimeter ausnutzt.

Tastatur & Touchpad

Die Tastatur ist dabei der bekannte Standard, den man in der Form bereits eine Weile bei allen XPS-Modellen findet. Das Tippgefühl tendiert eher in eine weiche Richtung, die trotzdem viel Präzision bietet, so dass auch das längere Schreiben am Stück kein Problem ist. Insbesondere, da hier trotz der kompakten Gehäuseausmaße eine Tastatur in voller Größe Platz gefunden hat. Für den ein oder anderen vielleicht relevant: Bei Dell gibt es natürlich auch wieder eine zweizeilige Enter-Taste beim deutschen Tastaturlayout. Die Beleuchtung ist schlicht weiß und vergisst dabei auch nicht die Sonderzeichen einzelner Tasten. Sehr vorbildlich. Abseits dessen gibt es den typischen Fingerabdrucksensor zum Entsperren im Power-Schalter, so wie alternativ eine Webcam mit Unterstützung für Windows Hello.

Das Touchpad kann ebenfalls voll und ganz überzeugen. Es fällt wirklich groß aus und ist in der Nutzung tadellos. Der physische Klick funktioniert dabei besser, je weiter unten man drückt und liefert ein sanftes aber gut spürbares Feedback. An das Force-Touch der MacBooks kommt das Feeling aber leider nicht ran. Allerdings gibt es hier ein kleines Problem, was bei einem Gerät dieser Preisklasse nicht vorkommen sollte. Wie schon bei anderen XPS-Modellen kann es beim Hochheben mit einer Hand und ungünstigem Druck von unten zum Auslösen des Touchpads kommen. Dann hängt quasi die linke Maustaste fest.

Sound, Mikrofon, Webcam

Die kleinen Boxen sind klanglich für ein Gerät dieser Größe grundlegend anständig aber auch nicht herausragend, verlieren aber vor allem beim Thema Bass und Volumen. Insbesondere gegen das aktuelle MacBook Air.

Webcam und Mikrofon könnt ihr ab jetzt sehen bzw. hören. Beides ist leider, insbesondere für ein Premiumgerät immer noch nicht wirklich zeitgemäß. Das kann sogar das günstigere MacBook Air deutlich besser und das obwohl auch hier nur eine 720p Cam verbaut ist.

Bildschirm

Der Bildschirm auf der anderen Seite ist wieder mal gelungen. Dell bietet euch auch beim kleinsten Modell eine FHD+ und eine 4k+ Auflösung. Das + steht jeweils für den extra Platz in der Höhe, da auch im 13-Zoll Modell ein 16:10 statt 16:9 Seitenverhältnis gesetzt wird. Für mich aktuell das angenehmste Seitenverhältnis zum Arbeiten. Beide Bildschirm-Varianten bieten dabei gute Farbtreue und decken 100% des SRGB-Farbraums ab. Im Gegensatz zu den 100% der größeren Modelle gibt es hier aber leider nur 84% Adobe RGB und 89% DCI-P3 Abdeckung. Etwas schade, da die kleine Variante somit nicht die erste Wahl für akkurateste Farbarbeit ist. Abseits dessen ist der Bildschirm mit 500 Nits noch ein wenig heller geworden und eignet sich dank der relativ reflektionsarmen Oberfläche hervorragend zum Arbeiten unterwegs und im Freien.

Die 4k-Variante bietet zusätzlich noch Touch-Eingabe. Wenn ihr darauf verzichten könnt, würde ich persönlich aber unbedingt zur FHD+-Variante raten. Bei den kompakten Ausmaßen reicht diese Auflösung aus meiner Sicht absolut aus und gönnt euch gleichzeitig merklich längere Laufzeiten unterwegs. Aber dazu später mehr. Vielleicht wäre eine WQHD+-Variante ja mal eine Option.

Anschlüsse

Anschlussmäßig sieht es wie üblich recht Mau aus. Im Gegensatz zu den größeren Varianten bekommt ihr beim 13-Zoll XPS nur jeweils einen USB-C-Anschluss rechts und links. An ersterer Seite gibt es als Zusatz einen MicroSD-Leser, an letzterer einen 3,5mm Headset-Anschluss.

Dafür bieten die USB-C-Anschlüsse beide Thunderbolt-4 und lassen euch euer mobiles Arbeitstier so um externe Grafikkarten und diverse Docklösungen oder einfach einen Monitor erweitern. Gleichzeitig bleibt euch überlassen welche der Seiten ihr zum Laden nutzen wollt. Als Extra gibt es noch einen kleinen Adapter mit einer USB-A-Buchse.

Die inneren Werte

Das wohl wichtigste Update liegt bei dieser Iteration bei den inneren Werten. Hier wurde eine Aktualisierung auf Intels 11. Generation mobiler Prozessoren vorgenommen. Ihr habt die Wahl zwischen einem i5 1135G7, i7 1165G7 und einem i7 1185G7, alles Quadcore-Varianten mit ordentlich Power pro Watt. Im Vergleich zu den entsprechenden Varianten der 10. Generation hat die Leistung im Schnitt zwischen 5-10% zugenommen. Zwischen dem i5 und dem kleinen i7 liegen gerade einmal 5% Unterschied, die beiden i7er nehmen sich auf der anderen Seite fast nichts aufgrund der Limitierungen in der Wärmeenwicklung.

Der viel wichtigere und deutlich merklichere Unterschied ist aber die neue integrierte Grafikeinheit, die auf den Namen Intel Xe hört. Die ist mehr als doppelt so leistungsfähig wie die der Vorgängergeneration und damit mit Nvidias kleinsten dedizierten Alternativen vergleichbar. Im Alltag macht sich das vor allem bei grafikbeschleunigten Anwendungen bemerktbar. Sei es Autocad, Foto- und Videobearbeitung oder mal ein kleines Spielchen zwischendurch. Wahre Leistungswunder darf man hier aber dennoch nicht erwarten. Hier mal eine kleine Einordnung, damit ihr grob eine Vorstellung der Leistung habt. Persönlich habe ich aber schon einen merklichen Sprung gerade beim Thema Videobearbeitung bemerkt. Flüssiges Arbeiten mit 4k Material ist hier auf jeden Fall für einfachere Projekte möglich. Sämtliche üblichen Alltagsaufgaben im Bereich Surfen und Office bewältigt das Gerät in allen Konfigurationen mühelos und läuft dabei butterweich ohne lange Wartezeiten.

Die maximale Performance kann unter Volllast aber nicht allzu lang aufrecht erhalten werden, damit das Gerät nicht zu heiß wird. An der Stelle generell etwas unschön: Um allgemein das Maximum rauszuholen, muss man erstmal die Einstellungen in Dells mitgelieferter Software ausgraben. Aber selbst dann kann Intels 11. Generation nicht ihr volles Potenzial entfalten. Warum? Dazu kommen wir gleich.

Dafür ist gut gelöst, dass das Gerät im Akkubetrieb die meiste Zeit seine volle Performance behält. Erst wenn der Akku knapp wird, werdet ihr durch die Sparmaßnahmen gedrosselt.

Mit den neuen Chips einher geht aber auch der neue WLAN-AC-Standard und also WiFi 6, Bluetooth 5.1. Jetzt fehlt mir nur noch ein passendes Netzwerk.

Ansonsten habt ihr die freie Wahl was Arbeitsspeicher und eine sehr schnelle NVMe SSD angeht und könnt das Gerät dahingehend nach euren Wünschen konfigurieren.

Kühlung

All die Power muss natürlich auch gekühlt werden. Beim XPS 13 stehen die Lüfter aber trotzdem die meiste Zeit still. Werden sie gebraucht, drehen sie sehr sanft auf und stören selbst auf maximalen Drehzahlen nicht. Die geringe Lautstärke wurde aber auch mit leichter Drosselung erkauft. Damit die Chips so kühl bleiben, fährt die CPU kaum ihr volles Potenzial aus.

Akku

Für ausdauernde Arbeitszeit unterwegs soll der 52 Wh starke Akku sorgen. Wie lang der durchhält hängt natürlich stark von eurer Nutzung ab. Und von der Wahl des Bildschirms. Während FHD+-Variante bei leichter Last und moderater Helligkeit bis zu 12-14 Stunden durchhält, ist beim 4k+-Modell nach rund 7-8 Stunden Schluss. Unter Volllast natürlich deutlich eher. Insbesondere die Akkulaufzeit ist der Grund warum ich gerade bei der kompakten Größe immer zum FHD+-Modell raten würde.

Aufrüstbarkeit

In Sachen Aufrüstbarkeit müsst ihr hier allerdings aufpassen. Während sich die SSD vorbildlicherweise problemlos austauschen lässt, ist der Arbeitsspeicher auf der anderen Seite fest verlötet, so dass ihr vorher genau planen solltet, was ihr mit eurem Gerät vor habt und wie lange ihr es nutzen wollt.

Fazit

Kommen wir damit zum Fazit. Dells XPS 13 ist eines der besten Premium Laptops, wenn es sowohl klein und kompakt, höchst performant aber eben auch premium sein soll. Preislich geht es knapp unter 1500 Euro los und endet bei knapp über 2500 Euro. Mit Apples M1-Geräten gibt es aber ernstzunehmende Konkurrenz durch all die unter euch, die sich nicht zwingend auf ein Betriebssystem festlegen lassen. Aber auch Razers RazerBook mischt diesen Bereich vor allem bei den Premium Windows-Geräten ordentlich auf. Trotz allem bleibt das XPS 13 ein hervorragendes Gerät.

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Letzte Aktualisierung am 15.10.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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