Logitech G PRO X SUPERLIGHT 2 im Test: Kleine Schritte, starke Maus

Pinke Logitech G PRO X SUPERLIGHT 2 auf einem Mauspad neben Tastatur und Headset der PRO-Serie
Logitech G PRO X SUPERLIGHT 2 im PRO-Series-Setup. Foto: Logitech G / Business Wire.

Wie verbessert man eine Gaming-Maus, an der es für mich schon wenig auszusetzen gab? Logitech beantwortet diese Frage mit der G PRO X SUPERLIGHT 2 ziemlich pragmatisch: Die vertraute Form bleibt, die Technik wird überarbeitet, und endlich zieht USB-C ein. Das klingt zunächst unspektakulär. Gerade darin liegt aber ein guter Teil ihres Reizes.

Die erste Superlight war meine Lieblings-Gaming-Maus. Entsprechend spannend war für mich die Frage, ob ihr Nachfolger im Spiel wirklich etwas verändert – oder vor allem das Datenblatt beeindruckender macht. Meine Antwort fällt je nach Neuerung sehr unterschiedlich aus.

Aktualisiert am 6. September 2026: Dieser Beitrag verbindet die ursprünglichen Praxiseindrücke mit aktuellen Herstellerangaben. Spätere Erweiterungen wie 8.000 Hz und 44.000 DPI sind entsprechend eingeordnet. Das Beitragsdatum orientiert sich am Marktstart am 5. September 2023.

Endlich USB-C – die kleine Änderung mit dem großen Alltagsnutzen

Schon beim Anschließen begegnet euch eine der angenehmsten Neuerungen. Der Micro-USB-Anschluss des Vorgängers samt seiner recht ausladenden Steckerkonstruktion ist Geschichte. Die Superlight 2 setzt auf einen schlichten USB-C-Anschluss. Das macht das Nachladen unkomplizierter und passt deutlich besser zu den Kabeln, die inzwischen ohnehin auf dem Schreibtisch liegen.

Neben der Maus gehören der LIGHTSPEED-Empfänger, ein USB-A-auf-USB-C-Kabel und eine Empfängerverlängerung zum Lieferumfang. Mit dem Adapter könnt ihr den Empfänger nah an die Maus bringen. Das Kabel dient zum Laden und lässt euch bei Bedarf auch kabelgebunden weiterspielen. Optionales Griptape und eine zusätzliche Bodenabdeckung mit PTFE-Fuß runden das Zubehör ab.

60 Gramm, vertraute Form: Zum Glück kein Neustart

Auf den ersten Blick könnte man die beiden Generationen leicht verwechseln. Form, Materialgefühl und Tastenpositionen wirken nahezu unverändert. Für mich ist das eine gute Nachricht: Die Superlight 2 liegt genauso angenehm in der Hand wie der Vorgänger. Ich musste mich weder beim Greifen noch bei schnellen Bewegungen neu orientieren.

Auch auf der Unterseite bleibt vieles vertraut. Die PTFE-Gleitfüße gleiten sehr gut, ein einfacher Schiebeschalter schaltet die Maus ein und aus. Beim Gewicht fällt der Fortschritt überschaubar aus: Rund 60 Gramm stehen den knapp 63 Gramm meines Vorgängers gegenüber. Das bleibt angenehm leicht, fühlt sich aber nicht wie eine völlig neue Gewichtsklasse an.

Eine kleine Schwäche ist ebenfalls geblieben: Die Haupttasten haben bei meinem Exemplar etwas seitliches Spiel. Im Gesamtbild ist das kein Drama, bei einer Maus dieser Preisklasse darf man es aber durchaus erwähnen.

HERO 2: Heute deutlich mehr Reserven als zum Start

Der größere Umbau steckt im Inneren. Zum Verkaufsstart kam die Superlight 2 mit dem HERO-2-Sensor, bis zu 32.000 DPI und mehr als 500 IPS. Bei IPS geht es um die erfassbare Bewegungsgeschwindigkeit in Zoll pro Sekunde, nicht um Beschleunigung.

Inzwischen nennt Logitech für die reguläre Superlight 2 bis zu 44.000 DPI, mehr als 888 IPS und drahtlos bis zu 8.000 Hz. Hier wurde über die Zeit mit Patches nachgeholfen, um noch mehr aus dem Sensor rauszuholen. Für die erweiterten Funktionen solltet ihr Logitech G HUB sowie die Firmware von Maus und Empfänger auf dem aktuellen Stand halten. Die jeweils gültigen Werte stehen auf der offiziellen Produktseite.

Für meine ursprünglichen Praxiseindrücke waren diese Sensorreserven allerdings nicht entscheidend. Schon der Vorgänger arbeitete für mich so präzise, dass ich durch den neuen Sensor weder im Alltag noch beim kompetitiven Spielen einen klaren Vorteil feststellen konnte. Meine Einschätzung zum Spielgefühl bezieht sich auf den damaligen Test mit bis zu 2.000 Hz.

8.000 Hz klingen schnell. Was bedeutet das überhaupt?

Beim Start erhöhte Logitech die drahtlose Pollingrate gegenüber der ersten Superlight von 1.000 auf 2.000 Hz. Heute sind bis zu 8.000 Hz möglich. Gemeint ist damit, wie häufig die Maus ihre Daten an den Rechner meldet.

Rechnerisch liegen zwischen den Meldungen bei 1.000 Hz eine Millisekunde, bei 2.000 Hz eine halbe Millisekunde und bei 8.000 Hz nur noch 0,125 Millisekunden. Diese Intervalle sind nicht mit der gesamten Eingabeverzögerung gleichzusetzen. Bis eine Bewegung auf eurem Bildschirm sichtbar wird, spielen weitere Komponenten mit hinein.

In meinem ursprünglichen Vergleich war der Schritt auf 2.000 Hz nicht spürbar. Das macht die Technik nicht nutzlos, setzt für mich aber die Prioritäten: Eine passende Form und ein gutes Gefühl bei jeder Bewegung bringen mir mehr als eine möglichst hohe Zahl im Einstellungsmenü.

Die neuen Klicks hört und fühlt man sofort

Anders sieht es bei den Haupttasten aus. Logitech setzt hier auf LIGHTFORCE, also eine hybride optisch-mechanische Schaltertechnik. Sie verbindet optische Erfassung mit dem vertrauten mechanischen Klickgefühl.

Und dieses Klickgefühl hat sich merklich verändert. Die Haupttasten wirken taktiler, der Klick härter und der Widerstand etwas höher. Dazu kommt ein lauteres Klickgeräusch. Das fällt mir im direkten Vergleich wesentlich deutlicher auf als der neue Sensor.

Ob das eine Verbesserung ist, bleibt Geschmackssache. Ich finde die neue Abstimmung weder eindeutig besser noch schlechter. Sie fühlt sich einfach anders an und verlangt etwas Gewöhnung. Wer die weicheren Klicks der ersten Superlight besonders mag, sollte genau hier genauer hinschauen. Mausrad und Seitentasten sorgen dagegen für wenig Überraschungen.

G HUB: Feintuning für alle, die es wirklich brauchen

Die Einstellungen laufen wie gewohnt über Logitech G HUB. Dort könnt ihr Empfindlichkeitsstufen festlegen, Tasten neu belegen und Profile für unterschiedliche Anwendungen anlegen. Wer besonders genau abstimmen möchte, kann die Empfindlichkeit für X- und Y-Achse getrennt einstellen und die Abhebedistanz anpassen.

Eine nette Idee ist die Sensorkalibrierung: Dabei könnt ihr eine andere Maus als Referenz verwenden, um deren Empfindlichkeit möglichst genau zu übernehmen. Für mich persönlich ist das kein Kaufargument. Meine gewohnten 800 DPI habe ich auch ohne Kalibrierung schnell eingestellt. Wer Unterschiede zwischen zwei Mäusen ausgleichen möchte, findet hier aber eine zusätzliche Möglichkeit.

Praktischer finde ich den integrierten Speicher. Damit lassen sich Einstellungen direkt auf der Maus ablegen und an einem anderen Rechner weiterverwenden. Der automatische Wechsel anhand der gerade geöffneten Anwendung gehört dagegen zur Softwaresteuerung. Für ein unkompliziertes Setup ist ein fest gespeichertes Profil für mich oft die angenehmere Lösung.

Bis zu 95 Stunden Akku – aber nicht unter jeder Einstellung

Logitech nennt eine Akkulaufzeit von bis zu 95 Stunden. Das ist eine Herstellerangabe und keine von mir unter allen Betriebsarten bestätigte Laufzeit. Insbesondere solltet ihr sie nicht als pauschales Versprechen für die höchste Pollingrate verstehen. Die gewählte Konfiguration und Nutzung beeinflussen, wie häufig geladen werden muss.

Wer selten ans Ladekabel möchte, sollte die Pollingrate und den Schaltermodus passend zur eigenen Nutzung wählen. Maximale technische Leistung und maximale Laufzeit sind unterschiedliche Prioritäten.

POWERPLAY wird weiterhin unterstützt. Mit einem passenden, separat erhältlichen Ladesystem lässt sich die Maus während der Nutzung drahtlos laden. Ansonsten bleibt der USB-C-Anschluss der unkomplizierte Weg, wenn der Akku zur Neige geht.

Mein Fazit: Stark für den Neukauf, kein Pflichtwechsel

Die Superlight 2 ist für mich eine behutsame Weiterentwicklung einer bereits ausgezeichneten Gaming-Maus. Sie übernimmt genau das, was ich am Vorgänger mochte: die Form, das leichte Handling und das direkte Gefühl bei schnellen Bewegungen. Dazu kommen USB-C, neue Haupttastenschalter und mehr technische Reserven.

Wer die erste Superlight besitzt und damit zufrieden ist, muss deshalb aus meiner Sicht nicht sofort wechseln. Die Unterschiede beim Sensor und bei der ursprünglichen Pollingrate waren für mich kein Gamechanger. USB-C ist angenehm, die härteren Klicks sind Geschmackssache, und die wenigen Gramm weniger allein rechtfertigen für mich keinen Neukauf.

Wer dagegen ohnehin eine neue Maus sucht und diese Form mag, bekommt ein sehr überzeugendes Gesamtpaket. Die später erweiterten technischen Möglichkeiten machen sie zusätzlich interessant. Entscheidend bleibt für mich trotzdem, wie gut sie in der eigenen Hand liegt.

Zum deutschen Marktstart nennt Logitech eine UVP von 169 Euro.

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  • Präzision für Profis: Die Hybrid-Switches von LIGHTFORCE bieten professionelle Präzision und Zuverlässigkeit mit einem haptischen Klick

Was wäre für euch der wichtigste Grund für ein Upgrade: USB-C, die neuen Klicks oder die höhere Pollingrate?

Artikelfoto: Logitech G / Business Wire, offizielles Pressematerial zum Start der PRO-Serie.

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