Einsteiger-Mikro – KLIM / ANCEL / GHB Voice Desktop USB-Mikrofon im Test

Heute geht es mal wieder in die Region der Einsteigermikrofone. Dieses Mal: Das USB-Tischmikrofon von KLIM. Was es für rund 30 Euro zu bieten hat, erfahrt ihr wie immer hier.

Verarbeitung

Unter dem schlagwortlastigen Titel „KLIM Voice Desktop USB Mikrofonstand für Laptop Computer – Gaming Mic – Mikrofon PC PS4“ kommt es daher. Das KLIM USB-Tischmikrofon. Von der Form erinnert es an die ersten PC-Tischmikrofone aus den 90ern, mit denen auch ich damals angefangen habe. Allerdings gibt es hier im Gegensatz zu damals nicht nur USB statt Klinke, sondern auch Farbenfroh statt tristem Beige.

In rot, grün und blau ist dieses Mikrofon erhältlich und wird neben KLIM auch noch baugleich unter den Marken ANCEL, GHB und sicher noch vielen weiteren vertrieben. Für euer Geld erhaltet ihr ein ca. 25 cm großes Mikrofon, das komplett aus Plastik gefertigt ist.

Das Mikrofon selbst ist dabei durch ein kleines Kugelgelenk fest mit dem Standfuß verbunden und lässt sich ganz nach euren Bedürfnissen neigen. Bedingt zur Seite und relativ auslandend vor und zurück. Insgesamt geht die Verarbeitung für den Preis in Ordnung, trotzdem sollte man im allgemeinen Umgang eher Vorsichtig sein, da es durchaus den Eindruck macht, als ließe sich hier schnell etwas abbrechen.

Der Standfuß selbst wird mit durch eine Schaumstoffunterlage fest auf dem Tisch gehalten. Zudem bietet er zwei weitere kleine unscheinbare extras. Zum sind die farbigen Plastikabdeckungen auf dem Standfuß beleuchtet. Zum anderen findet ihr ein kippbares Rädchen auf der Oberseite. Darüber könnt ihr die Aufnahmelautstärke eures Mikrofons unabhängig vom Windows-Pegel beeinflussen.

Erster Betrieb und Features

Um es in Betrieb zu nehmen, genügt es, wenn ihr es mit dem fest verbauten USB-Kabel an den PC oder eure Konsole anschließt. Es funktioniert tadellos an allen Geräten, die Plug&Play-Audiogeräte über USB unterstützen. So eben auch die PS4 oder die XBox One.

An Features hat es neben der Neigungsfähigkeit noch einen einfachen Muteschalter am Mikrofonröhrchen selbst. Wie günstig der positioniert ist, könnt ihr selbst erahnen. Er ist zwar leicht erreichbar und erfüllt seinen Zweck, ist aber eben so hörbar. Wer das seinen Teamkollegen nicht antun will, setzt lieber auf die softwareeigenen Lösungen.

Der Klang

Zum Klang muss ich sagen, für so ein Mikrofon ist die Qualität erstaunlich solide. Das Grundrauschen ist hinreichend gering und auch die Sprachverständlichkeit ist gewährleistet. Mit einem Frequenzgang bis 10.000 Hz bietet es selbstverständlich keine Bestleistung, was Klarheit und Präsenz angeht, aber ein Studiomikrofon will es auch gar nicht sein.

Für den optimalen Klang kommt es bei diesem wie allen anderen Mikrofonen vor allem auf die Positionierung an. Naturgemäß ist man bei einem Tischmikrofon eingeschränkt was Winkel und Abstand zum Mund angeht. Nimmt man einen üblichen Schreibtisch würde man es vermutlich vor oder hinter der Tastatur positionieren.

Die Klangeigenschaften im Detail könnt ihr im oben verlinkten Video selbst nochmal anhören.

Fazit

Mit rund 30 Euro immer noch eher ein Einsteigermikrofon, hat es klanglich und vom Komfort sicher eher die unter euch als Zielgruppe, die ein einfaches Mikrofon suchen, das für Voice-Chat oder einfache Sprachaufnahmen herhält. Und das macht es super. Das günstigere Neewer ist zwar bedeutend besser verarbeitet, erfordert allerdings auch wesentlich mehr Platz, egal ob im Set mit großem Schwenkarm oder mit einem Tischstativ, das ihr zusätzlich erwerben müsst. Zudem ist für das Neewer zwingend eine rauscharme Soundkarte oder ein Interface bzw. Mischpult erforderlich. Insofern ist das KLIM-Mikro für alle, die es einfach halten wollen, eine erschwingliche Alternative.

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