Razer Blade Stealth (2020) im Test – Unauffällige Gaming-Power auf engstem Raum

Seit einer Weile bemüht sich Razer mit seiner Blade Reihe die Wünsche mobiler Gamer zu erfüllen und euch maximale Leistung auf engstem Raum zu bieten. Die Blade Stealth Reihe ist dabei nochmal eine Besonderheit für sich. Hier geht es nicht nur um maximale Gaming-Power und ein unauffälliges Design für den Schul-, Uni- oder Business-Alltag, sondern auch um maximale Portabilität. Gepaart mit eben besagter Gaming-Fähigkeit stellt das Stealth mit seinen extrem kompakten Ausmaßen im 13 Zoll Format eine besondere Herausforderung dar. 2020 gab es ein weiteres Update. Was also das aktuellste Modell der Stealth-Reihe so drauf hat und ob es sich lohnt, das erfahrt ihr wie immer hier.

Das Video wird von Youtube eingebettet abespielt.

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Optik und Verarbeitung

Die Blade Reihe gehört seit jeher zu den eher unauffälligen Vertretern der Gaming-Notebooks. Das Stealth geht dabei noch einen kleinen Schritt weiter. Dieses mal gibt es kein grün strahlendes sondern einfach ein schlicht graviertes Razer-Logo auf der Oberseite. Somit wird es im gesamten seinem Namen als unauffälliges Ultrabook auf jeden Fall gerecht.

In Sachen Verarbeitung bekommt man die gewohnte hochwertige Qualität, die man auch von den großen Brüdern kennt. Ein Gehäuse komplett aus Aluminium in schwarz eloxiertem Finish. Leider ist das wie ihr sehen könnt, wieder einmal extrem anfällig für Staub und Fingerabdrücke. Abseits dessen erwartet euch ein wirklich extrem kompakter 13 Zoll Laptop, der in so ziemlich jeden Rucksack passen dürfte. Mit einem Gewicht von rund 1,4 kg gehört es damit zwar nicht zu den leichtesten dieser Größe, dafür hat es aber auch gewichtige innere Werte, zu denen wir gleich kommen. Portabel ist es damit aber trotz allem auf jeden Fall.

Anschlüsse

Anschlussmäßig sieht es hier übersichtlich aus, aber trotzdem noch nicht so minimalistisch, wie bei manch anderem Ultrabook. Auf der rechten Seite gibt es einen USB-C Anschluss mit Thunderbolt 3, so wie einen USB-Typ-A-Anschluss nach 3.1 Standard. Auf der linken erwartet euch die gleiche Kombi, jedoch ohne Thunderbolt. Dafür gibt es hier noch einen Klinkenanschluss für euer Headset. Was ich schmerzlich vermisse, ist ein SD-Kartenleser. Dafür ganz nett: Das Gerät lässt sich über beide USB-C-Anschlüsse laden.

Maximale Flexibilität bringt letzten Endes aber wieder der Thunderbolt-Anschluss. Über den könnt ihr wie üblich das Video-Signal für externe Monitore und Beamer angreifen, Docking-Stationen anschließen oder sogar dedizierte GPU für das gewisse Extra an Grafikleistung.

Tastatur & Trackpad

Bei der Tastatur gibt es die gleiche Technik, die auch bei den größeren Modellen zum Einsatz kommt. Das heißt, hier gibt es auch wieder einen sehr kurzen Hub, aber trotzdem ein angenehm weiches und doch präzises Tippgefühl. Persönlich bevorzuge ich aber ein wenig mehr Hub. Aber das ist Geschmackssache. Abgesehen davon gibt es hier natürlich noch die obligatorische Tastaturbeleuchtung, die bei Bedarf das einzige ist, was hier ein wenig Gaming-Ästhetik mit sich bringt. So gibt es die übliche RGB-Beleuchtung, die sich allerdings in der mitgelieferten Software Razer Synapse nur rudimentär anpassen lässt.

Das Trackpad stellt zwar keine Größenrekorde auf, nutzt den Platz aber effektiv. Dabei ist ebenfalls sehr präzise und bietet dank der Precision Kompatibilität alle gängigen Gesten unter Windows an.

Was es hier nicht gibt, ist ein Fingerabdrucksensor. Statt dessen gibt es aber eine andere Alternative, die es sonst erst beim größeren Advanced Model der Blade 15 Reihe gibt. Und zwar Unterstützung für Windows Hello. Das heißt, das Gerät lässt sich mit der integrierten Webcam in Sekundenbruchteilen entsperren. Das funktionierte in meinen Tests wirklich zuverlässig. Abgesehen davon liefert die Webcam ein passables 720p Bild, das eher in die Kategorie zweckerfüllend fällt.

Sound

Links und rechts neben der Tastatur gibt es Öffnungen für die integrierten Lautsprecher. Im Gegensatz zum durchaus kräftigen und vollen Sound der großen Blade Modelle, fällt der des Stealth eher dünn aus und wird dem Preis meiner Meinung nach nicht wirklich gerecht, wenn man bedenkt, was hochwertige Tablets heute an Sound bieten. Das ist wirklich schade.

Bildschirm

Beim Kauf habt ihr die Wahl zwischen drei Versionen. Diese unterscheiden sich lediglich im verwendeten Bildschirm. Ihr könnt euch zwischen einem FullHD-Panel mit 60 Hz, einem mit 120 Hz und einem 4k Panel mit 60 Hz entscheiden. Diese gibt es in freier Wildbahn aktuell für rund 1450, 1650 bzw 1850 Euro. Meine persönliche Empfehlung ist dabei das 120 Hz Panel, das ich hier auch gerade im Test habe.

Mit einer Farbraumabdeckung von 100% SRGB und rund 74% Adobe RGB ist das Panel absolut solide, aber nicht die erste Wahl für Foto und Videoarbeit. Besonders positiv ist die maximale Helligkeit, die bei meinem Modell bei rund 420 Nits liegt und damit auch angenehmes Arbeiten im Freien ermöglicht.

Das 4k-Panel hat insgesamt laut Razer wohl noch bessere Farbwerte, eine etwas geringere Helligkeit, reduziert dafür aber gleichzeitig die Akkulaufzeit aber massiv. Hier muss also jeder seine Prioritäten setzen. Wenn aber wie gesagt absolut akkurate Farbarbeiten nicht die höchste Priorität haben, ist das FullHD Panel mit 120 Hz der beste Kompromiss, da ich persönlich 4k auf 13 Zoll etwas übertrieben finde.

Innere Werte

Für die inneren Werte gibt es in der 2020er Ausführung keine Wahlmöglichkeit. Schaut man sich die Specs aber mal genauer an wird direkt klar, welche Kompromisse aufgrund von Größe und Mobilität eingegangen wurden. Also Prozessor gibt es wieder den Core i7 1065G7 mit 4 Kernen aus Intels aktueller Ice-Lake-Generation, der dieses Mal sein volles Potenzial bei 25 Watt ausnutzen darf. Die stärkeren CPUs der 45-Watt-Serie kommen bei diesen kompakten Ausmaßen leider nicht in Frage. Als Grafikkarte gibt es mit der 1650 Ti samt 4GB Videospeicher in der MAX-Q-Ausführung nun ein kleines Upgrade in der 2020er-Ausführung, die nochmal ein wenig mehr Leistung bieten soll. Gepaart wird das ganze in allen 2020er-Varianten mit 16 GB DDR4-Speicher, einer flinken 512 GB NVMe-SSD und aktuellem WiFi 6 und Bluetooth 5.1.

Leistung

Wirklich spannend, ist aber die Leistung. Zwar habt ihr hier eine Highend-CPU, aber aus dem mobilen Stromsparsegment mit nicht unbedingt zeitgemäßgen 4 Kernen. Und das in Kombination mit einer mobilen Variante einer recht beliebten Grafikkarte aus dem gehobenen Gaming-Einstieg bis unterem Mittelklasse-Bereich. Was kann man hier also erwarten? Potenziell immer noch das so ziemlich schnellste Ultrabook im 13 Zoll Format. Kurz gesagt, die Leistung ist der Hardware entsprechend. Ich habe hier mal ein paar Benchmarkergebnisse für euch. In der Praxis bedeutet das, dass ihr schon ordentlich Power, gerade für diese Größe habt, aber euch trotzdem der Grenzen bewusst sein solltet. Das Gerät ist mit der Kombination durchaus flink genug für intensive Fotoarbeiten und Videoediting, kann hier aber aufgrund der sparsamen Hardware nicht mit den größeren Modellen mithalten. Trotzdem, gerade wenn es kompakt und mobil sein muss, kann man hier mit gut ans Ziel kommen.

Bezogen auf Games sieht es ähnlich aus. Das heißt, es laufen so ziemlich alle aktuellen Spiele problemlos. Insbesondere Indie- und die typsichen Free2Play-Titel laufen hier butterweich, so dass ihr auch von den 120 Hz. Bei den sonstigen aktuellen Titeln reicht es immer noch meist für Mittlere bis Hohe Details bei spielbaren Frameraten. Bei Trippe-A-Titeln kann es aber dann doch schon mal knapp werden, da hier nach und nach immer mehr Titel von mehr als 4 CPU-Kernen profitieren. Hier gibt es daher nun mal ein paar Werte, die ich so ermittelt habe.

Kühlung

Die Power muss natürlich auch gut gekühlt werden. Und auch hier ist das Blade Stealth vorbildlich. Bei leichter Last beim Surfen bleibt das Gerät zumeist still bzw säuselt flüsterleise vor sich hin, so dass es quasi nicht wahrnehmbar ist. Sobald die Leistung abgefordert wird, drehen die Lüfter natürlich auf. Dabei ist die Lüfterkurve aber recht sanft, so dass es nicht zu plötzlichem Aufheulen kommt, wie bei vielen anderen potenten Laptops. Wirklich vorbildlich. Wichtig ist aber die Geräuschkulisse im Spiel. Und auch hier überzeugt das Stealth. Zwar ist der Lüfter gut wahrnehmbar, stört aber selbst ohne Kopfhörer nicht. Es ist eher ein nicht wirklich störendes Rauschen im Hintergrund, gerade in Anbetracht der Leistung. Hier spielt eben die stromsparende Hardware mit ihrer verhältnismäßig geringen Abwärme ihren Vorteil aus.

Akku

Die stromsparende Hardware bringt aber noch weitere Vorteile mit sich. Und zwar in Hinblick auf die Akkulaufzeit. Der Akku gehört mit seinen rund 53 Wh zwar nicht zu den größten. Bringt es im reinen Videobetrieb bei mittlerer Helligkeit auf gut 9 Stunden. Beim Surfen und Arbeiten sind immer noch hervorragende 7-8 Stunden drin, je nach Intensität. Unter Volllast geht die Zeit natürlich in die Knie, ist mit 3-4 Stunden aber immer noch überraschend gut. Die 4k-Version bringt es insgesamt wohl nur auf knapp 2/3 der Zeit, weshalb ich davon definitiv abraten würde.

Aufrüstbarkeit

Hinsichtlich der Aufrüstbarkeit sieht es leider etwas mau aus. Ausschließlich die SSD ist austauschbar. Der Arbeitsspeicher ist leider fest verlötet.

Fazit

Kommen wir damit zum Fazit. Die Leistung des Blade Stealth ist in der 13 Zoll Klasse und bei dem Gewicht herausragend und bietet genug Power für Foto- und Video-Arbeit und Gaming. Geht ihr in beiden Bereichen an die Grenzen kann es durchaus knapp werden. Absolute Grafikbomben sind natürlich nicht mehr mit maximalen Einstellungen spielbar. Trotzdem wie gesagt, eine respektable Leistung. Das ganze ist dabei aber auch mit einer hervorragenden Akkulaufzeit kombiniert. Trotzdem sollte man bedenken, dass es in der 14 Zoll Klasse immer noch portable Geräte aber noch eine ganze Ecke mehr Leistung. Überlegt euch also vorher, ob dieses Gerät den für euch optimalen Kompromiss darstellt.

Name
Razer Blade Stealth (2020)
Razer Blade Stealth (2020)
Razer Blade Stealth (2020)
Razer Blade Stealth 13 (2020): Weltweit 1. Gaming Ultrabook mit 13.3" Full HD 60Hz, Intel Core i7 10th Gen, NVIDIA GeForce GTX 1650 Ti, 16GB RAM, 512GB SSD, Chroma RGB Beleuchtung | Qwertz DE-Layout¹
Razer Blade Stealth 13 (2020): Weltweit 1. Gaming Ultrabook mit 13.3" Full HD 120Hz, Intel Core i7 10th Gen, NVIDIA GeForce GTX 1650 Ti, 16GB RAM, 512GB SSD, Chroma RGB Beleuchtung | Qwertz DE-Layout¹
Razer Blade Stealth 13 (2020): Weltweit 1. Gaming Ultrabook mit 13.3" 4K Touch, Intel Core i7 10th Gen, NVIDIA GeForce GTX 1650 Ti, 16GB RAM, 512GB SSD, Chroma RGB Beleuchtung | Qwertz DE-Layout¹
Prozessor
Intel Core i7-1065G7
Intel Core i7-1065G7
Intel Core i7-1065G7
Arbeitsspeicher
16 GB DDR4 (3733 MHz)
16 GB DDR4 (3733 MHz)
16 GB DDR4 (3733 MHz)
SSD
512 GB (NVMe)
512 GB (NVMe)
512 GB (NVMe)
Grafikkarte
Nvidia GTX 1650 Ti
Nvidia GTX 1650 Ti
Nvidia GTX 1650 Ti
Bildschirm
13.3" 60Hz Full HD
13.3" 120Hz Full HD
13.3" 60Hz 4K Touch
Preis
1.667,74 EUR
1.870,90 EUR
Preis nicht verfügbar
Name
Razer Blade Stealth (2020)
Razer Blade Stealth 13 (2020): Weltweit 1. Gaming Ultrabook mit 13.3" Full HD 60Hz, Intel Core i7 10th Gen, NVIDIA GeForce GTX 1650 Ti, 16GB RAM, 512GB SSD, Chroma RGB Beleuchtung | Qwertz DE-Layout¹
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16 GB DDR4 (3733 MHz)
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Bildschirm
13.3" 60Hz Full HD
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1.667,74 EUR
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Razer Blade Stealth (2020)
Razer Blade Stealth 13 (2020): Weltweit 1. Gaming Ultrabook mit 13.3" Full HD 120Hz, Intel Core i7 10th Gen, NVIDIA GeForce GTX 1650 Ti, 16GB RAM, 512GB SSD, Chroma RGB Beleuchtung | Qwertz DE-Layout¹
Prozessor
Intel Core i7-1065G7
Arbeitsspeicher
16 GB DDR4 (3733 MHz)
SSD
512 GB (NVMe)
Grafikkarte
Nvidia GTX 1650 Ti
Bildschirm
13.3" 120Hz Full HD
Preis
1.870,90 EUR
Name
Razer Blade Stealth (2020)
Razer Blade Stealth 13 (2020): Weltweit 1. Gaming Ultrabook mit 13.3" 4K Touch, Intel Core i7 10th Gen, NVIDIA GeForce GTX 1650 Ti, 16GB RAM, 512GB SSD, Chroma RGB Beleuchtung | Qwertz DE-Layout¹
Prozessor
Intel Core i7-1065G7
Arbeitsspeicher
16 GB DDR4 (3733 MHz)
SSD
512 GB (NVMe)
Grafikkarte
Nvidia GTX 1650 Ti
Bildschirm
13.3" 60Hz 4K Touch
Preis
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Letzte Aktualisierung am 30.11.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Obli
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