Presonus PD-70 im Test – Ein Broadcast-Mikrofon für 130 Euro – Ideal für Podcaster und Streamer

Dynamische Broadcast-Mikrofone sind aktuell im Trend. Anders kann ich mir nicht erklären, dass aktuell eins nach dem anderen erscheint. Ganz frisch dabei ist nun das Presonus PD-70¹ für einen einsteigerfreundlichen Preis von 130 Euro. Was es so drauf hat und wie es klingt, das erfahrt ihr wie immer hier.

Das Video wird von Youtube eingebettet abespielt.

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Lieferumfang und erster Eindruck

Das PD-70 kommt unspektakulär allein mit einem Reduziergewinde, damit ihr es an allen gängigen Stativen montieren könnt. Das Mikro selbst erinnert dabei direkt an bekannte Mikros wie das Shure SM7b. Besonders durch die typische fest montierte Halterung. Wobei die hier etwas schicker umgesetzt ist als bei vielen anderen, in dem hier quasi auf einen kleinen Arm gesetzt wurde, anstatt eine Halterung die an beiden Seiten befestigt wird.

Sowohl Halterung als auch Mikrofon selbst bestehen komplett aus Metall und machen einen wirklich hochwertigen Eindruck. Dabei bringt es ein ordentliches Gewicht von rund 840g auf die Wage. Die obere Hälfte des Mikros ist komplett mit Schaumstoff überzogen, der dabei gleichzeitig als Popschutz dient. Direkt darunter liegt ein Metallkäfig mehr als nur leicht an das SM7b erinnert. Mit einem Abstand von rund 3 cm liegt darunter die Kapsel, die quasi nach oben zeigt. Sprich dieses Mikrofon wird von oben besprochen. Und hält euch eben mit diesem Käfig so weit auf Abstand, damit ihr der Membran nicht zu nah kommt.

Auf der Gegenüberliegenden Seite des Mikros gibt es dann nur noch den XLR-Anschluss. Als typisches dynamisches Mikrofon ist dabei keine Phantomspeisung für den Betrieb notwendig, so dass ihr mit einem passenden Interface oder Mischpult direkt loslegen könnt. Dafür ist allerdings ordentlich Gain erforderlich. Wollt ihr das Mikrofon also mit größerem Abstand nutzen, ist gegebenenfalls ein Inline-Preamp wie ein FetHead erforderlich.

Klang

Der Klang ist dabei recht spannend. Typisch dicht, wie man es von einem dynamischen Mikro erwartet. Im Vergleich zu einem SM7b aber mit deutlich betonten Höhen und sanftem Roll-Off im Bass-Bereich, der allerdings auch ein wenig Fülle nimmt. Trotzdem klingt es für meine Begriffe recht rund und zum Beispiel nicht so scharf wie das Rode PodMic. Aber das ist natürlich Geschmackssache.

Für den Alltag reicht der integrierte Popschutz aus, insbesondere, wenn ihr das Mikro leicht neben euch positioniert. Besprecht ihr es direkt, müsst ihr etwas aufpassen. Gerade wenn ihr recht nah rangeht, kann es hier trotzdem zu Pop-Lauten kommen.

Einen praktischen Eindruck erhaltet ihr wie immer im verlinkten Video.

Fazit

Kommen wir damit zum Fazit. Presonus hat mit dem PD-70 ein wirklich hervorragendes Broadcast-Mikrofon herausgebracht, das ähnlich wie das PodMic ein sehr markantes Klangbild aufweist. Als solches bewegt es sich allerdings auf einem mittlerweile hart umkämpften Markt. Mit einem Preis von rund 130 Euro bleibt es aber definitiv attraktiv. Mir persönlich gefällt es klanglich dabei etwas besser als das PodMic, trotzdem bleibt es mit diesem Sound definitiv Geschmackssache.

Zum Mikrofon:
► Presonus PD-70: https://obli.net/s/l9ey6¹

Obli
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