the t.bone BC 500 im Test – Ein günstiges dynamisches Broadcast-Mikrofon für unter 100 Euro

Die Flut an frischen Broadcast-Mikrofonen für Streaming und Podcasting reist nicht ab. Vor kurzem hat Thomann wieder mit ihrer Hausmarke the t.bone nachgelegt. Mit dem BC500¹ gibt es ein weiteres dynamisches XLR-Mikro, das mit einem äußerst schmalen Preis von rund 80 Euro besonders einsteigerfreundlich ist. Was ihr da so bekommt und wie das Mikro klingt, das erfahrt ihr wie immer hier.

Das Video wird von Youtube eingebettet abespielt.

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Lieferumfang und Verarbeitung

Das BC 500 kommt fast komplett ohne weiteres Zubehör daher. Im Stile der großen Vorbilder wie dem Shure SM7b gibt es hier eine direkt am Mikro montierte Halterung. Darin vorverschraubt findet sich aber zudem ein Reduziergewinde auf 3/8 Zoll, damit ihr das Mikrofon an alle gängigen Stative montieren könnt.

Das Mikro selbst macht dabei einen gewohnt wertigen Eindruck, besonders für den Preis. Das Mikrofon so wie der kleine Arm besteht komplett aus Metall. Letzterer ist an der linken Seite montiert und bietet ein wenig Spielraum, um das Mikrofon optimal auszurichten. Mit der Schraube, könnt ihr dabei den Widerstand erhöhen, damit es die eingestellte Position hält.

Der kleine Arm weist aber auch noch eine kleine Besonderheit. Zur einfacheren Montage ist das Gewinde ähnlich wie beim SM7b drehbar. So müsst ihr beim Anschrauben nicht das gesamte Mikrofon drehen. Eine nette kleine Hilfe, sorgt aber auch dafür, dass die Konstruktion ein klein wenig wackelig ist. Alles in allem, aber nicht allzu dramatisch.

Features

Der XLR Anschluss befindet sich hier auf der Rückseite des Mikrofons. Darüber findet sich noch eine Besonderheit, für die sich beim bekannten Shure SM7b inspiriert wurde. Und zwar habt ihr über zwei kleine Schalter die Möglichkeit einen Low-Cut zu aktivieren, der den Bass ab 200 Hz und abwärts absenkt, und einen Boost, der den Bereich der oberen Mitten bis Höhen etwas betonen soll. Wie das alles klingt, dazu kommen wir gleich.

Die Kapsel des Mikrofons ist von Haus aus durch einem Schaumstoff-Popschutz geschützt, die sich relativ leicht entfernen und austauschen lässt. Darunter befindet sich ein recht grobmaschiger Korb, der die Kapsel physisch schützen soll. Die Kapsel selbst hat einen weiteren dünnen Schaumstoffschutz und liegt rund 3,5cm unter dem Korb, um eine zu nahe Besprechung zu verhindern, selbst wenn ihr nah an den Korb herangeht.

Praxis

Was mir beim Aufnehmen als erstes positiv aufgefallen ist, ist dass es ein wenig Pegelstärker als das große SM7b ist. Das heißt, es ist etwas weniger Gain erforderlich, wodurch tendenziell auch weniger Rauschen in der Aufnahme landet. Trotzdem ist auch hier nicht wenig Gain erforderlich.

Der Sound ist angenehm voll, typisch dicht, wie man es von einem dynamischen Mikro erwartet, aber auch etwas mittenlastig. Insgesamt nicht ganz so rund wie der teure Klassenprimus, das Shure SM7b. Aber dafür ist es eben deutlich günstiger. In Anbetracht des Preises muss sich das BC500 daher aber auch absolut nicht verstecken. Der Lowcut schwächt optional merklich den Nahbesprechungseffekt. Der Höhenboost dagegen setzt im oberen Mittenbereich und unterstützt die Sprachverständlichkeit ein wenig, sorgt aber auch für ein wenig mehr schärfe. Persönlich würde ich statt dieser Regler eher auf einen dedizierten Equalizer setzen.

Etwas weniger solide reagiert es auf Berührungen am Mikro und an der verbundenen Halterung. Aber auch hier schlagen sich die teureren Mikros meist nur unwesentlich besser.

Für einen guten Eindruck schaut einfach mal in das verlinkte Video.

Fazit

Das the t.bone BC 500¹ ist ein solides Broadcast-Mikrofon mit wirklich anständigem Preis und doch recht eigenem Klang. Zusammen mit einem einfachen Interface oder Mixer kombiniert mit einem Equalizer lässt sich hier schon ein mehr als brauchbarer Klang herausholen.

Zum Mikrofon:
► the t.bone BC 500: https://obli.net/s/gd0fb¹
► the t.bone BC 500 Desk Bundle: https://obli.net/s/ykun5¹
► Bester Preis (Geizhals): https://gh.de/g/LC¹

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