Der richtige Mikrofonarm – Der große Vergleich – Rode vs Millenium vs Neewer / Foxnovo / Aukey etc.

Wer sich ein schickes Mikrofon geholt hat und dieses am Schreibtisch benutzen möchte, muss sich oft schon vor dem Kauf überlegen, welche Halterung man dazunimmt – sofern nicht bereits schon eine im Set dabei ist. Je nach Aufnahmeplatz und Präferenz bieten sich besonders am Tisch klassische Tischstative oder aber Mikrofonarme an. Und mit letzteren möchte ich mich mit euch in diesem Beitrag befassen.

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Es gibt verschiedenste Ausführungen von unterschiedlichen Herstellern. Die drei beliebtesten aus unterschiedlichen Preisklassen schauen wir uns heute an, damit ihr wisst, was welcher Arm taugt und welcher davon für euch der Richtige ist.

Die Arme

Aus dem Lowbudget-Sektor von 10 – 20 Euro habe ich für euch den Arm von Foxnovo¹. Diesen könnt ihr stellvertretend für alle günstigen Mikrofonarme sehen, die es so auf Amazon gibt. Also Foxnovo, Neewer, Tonor und wie sie alle heißen. Diese sind sich mehr als verdächtig ähnlich und so auch oft im Set mit den Billigmikrofonen zu finden.

Aus dem vergleichbaren Preissegment, für 20 Euro, gibt es auch einen Mikrofonarm von Thomanns Hausmarke Millenium. Den MA-2040¹. Optisch ähnlich, aber doch anders. Dazu kommen wir gleich.

Passend zu ihren Mikrofonen gibt es von Rode den PSA-1¹. Mit 70 Euro bereits in einer etwas höheren Klasse möchte man hier Qualität bieten, die ihren Mikrofonen gerecht wird.

Vergleich

All diese Arme kommen mit einer Tischklemme daher, die ihr relativ einfach an jedem Tisch befestigen könnt. Das System ist dabei immer das gleiche. Um die Oberseite des Tisches zu schonen setzen dabei alle auf eine Gummierung am oberen Ende. Um sie zu montieren, werden sie einfach an die Tischplatte gesteckt und im Anschluss festgeschraubt. Viel zu beachten gibt es hierbei nicht. Danach kann der jeweilige Arm einfach hineingesteckt werden. Eine kleine Feststellschraube an der Rückseite hilft dabei, den Arm grob in der Richtung zu fixieren.

Bauen wir all diese Arme nebeneinander auf, springt bereits der erste große Unterschied ins Auge. Der Billigarm¹ ist zwar genau so aufgebaut wie der Rest, aber bedeutend kleiner. Während die anderen zwei Arme auf eine Gesamtlänge von knapp einen Meter kommen, bringen es diese auf eine Länge von nur rund 60 cm. Je nachdem wo ihr den Arm anbringen wollt und wo ihr sitzt, kann das ggf. mal knapp werden. Zudem sind diese günstigen Ärmchen nicht übermäßig stark. Zwar bieten sie mit 3/8-Zoll-Gewinde und Adapter auf 5/8 Zoll die beiden wichtigen Standardgrößen, so dass ihr jedes beliebige Mikrofon montieren könnt. Wenn ihr aber einen ordentlichen Brecher wie ein Rode Procaster montiert, stößt der Arm auch bei angezogenen Schrauben an seine Grenzen. Die günstigen oft mitgelieferten Mikrofone und leichte vertreter wie das Auna MIC-900 sind hingegen kein Problem. Eine Kabelführung gibt es hier nicht.

Dagegen gibt es nun die günstige Variante aus dem Hause Thomann. Der MA-2040¹ sieht optisch den günstigen Armen nicht nur ähnlich extrem ähnlich, sondern bewegt sich auf preislich mit rund 20 Euro in gleichem Terrain. Trotzdem ist dieser Arm bedeutend größer. Mit rund einem Meter reicht er aus, um ihn an der Rückseite der meisten Tische zu befestigen. Das schöne: Er ist nicht nur eine Ecke größer, sondern auch stabiler und damit stärker. Dieser Arm hält auch mühelos schwere Mikrofone samt Spinne. Auch hier gibt es keine Kabelführung, so dass ihr auf Kabelbinder oder ähnliches angewiesen seid.

Es gibt mit dem MA-2050 übrigens noch eine weitere Version für knapp 40 Euro die darüberhinaus noch ein integriertes XLR-Kabel besitzt. Das ist allerdings eher mäßig geschirmt, weshalb ich hier definitiv eher zum MA-2040 mit eigenem Kabel raten würde.

Kommen wir zu einem der beliebtesten Mikrofonarme. Dem Rode PSA-1¹. Neben der optimalen Größe von ebenfalls einem Meter, wirkt er eine ganze Ecke wertiger. Der Federmechanismus ist hier im Arm selbst versteckt, wodurch das Design bedeutend eleganter wirkt. Gleichzeitig merkt man, dass die Federn auch nochmal eine Ecke stärker sind. Ich habe bisher kein Mikrofon gefunden, das dem Arm Probleme bereitet hätte. Im Vergleich zu den günstigen Armen gibt es hier noch einfache Klettkabelbinder direkt dabei, um das Kabel außen am Arm entlang zu führen.

Fazit

Kommen wir damit auch schon zum Abschluss und fassen zusammen, für wen sich welcher Arm eignet. Die günstigen Arme¹ eignen sich ausschließlich für leichte Mikrofone und sind eben eher kurz. Hier müsst ihr vorher sicherstellen, dass die Größe und die Kraft für eure Zwecke genügt.

Die weit bessere Wahl ist aus meiner Sicht der MA-2040 von Millenium¹. Stark genug für so ziemlich jedes Mikrofon ist er für gerade mal 20 Euro durchaus etwas für all jene, die aufs Budget achten möchten.

Der Rode PSA-1¹ ist für alljene, die einen größeren Wert auf Optik und Verarbeitung legen. Hier kann man das gewisse Extra an Qualität durchaus sehen und fühlen. Die einfachen Klettkabelbinder sind dabei nur ein kleines extra. Mit solchen könnt ihr für wenige Cent auch die beiden günstigeren Varianten ausstatten.

Zu den Armen:
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► Rode PSA1 (Thmn): https://obli.net/s/lokjs ¹

Obli
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