Synco Mic-D30 im Test – Ein Kamera-Mikrofon mit gewissen Extras

(Werbung) Heute geht es mal wieder um ein Kamera-Mikro. Das neue Synco Mic-D30. Ein Shotgun-Mikrofon mit ein einigen besonderen Features. Wie sich das Mic-D30 aber dabei schlägt und was es sonst noch so drauf hat, das erfahrt ihr wie immer hier.

Das Mikrofon wurde mir dabei freundlicherweise von Synco zur Verfügung gestellt.

Das Video wird von Youtube eingebettet abespielt.

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Lieferumfang & Verarbeitung

Das Synco Mic-D30 bringt alles mit, was ihr braucht. Das Mikro samt Zubehör kommt in einer stabilen Transporttasche daher. Darin findet ihr neben dem Mikro selbst eine Halterung, zwei kurze Audiokabel so wie ein USB-Kabel. Die Halterung kommt dabei mit universeller Blitzschuhhalterung für die Montage an der Kamera, so wie darin einem 1/4-Zoll Gewinde für die Montage auf Stativen.

Das eine Audiokabel endet auf normaler TRS-Klinke für den Einsatz an Kameras, das zweite auf einer vierpoligen TRRS-Klinke für den Einsatz an Smartphones.

Das Mikro selbst macht einen hochwertigen Eindruck. Das Gehäuse besteht komplett aus Metall mit allen wichtigen Steuer- und Anschluss-Elementen an der unteren Hälfte. Die schauen wir uns aber gleich noch genauer an. Die obere Hälfte besteht wie bei Shotgun-Mikros üblich aus dem Interferenzrohr, das in schlicht schickem Design daherkommt.

Die Features

Wie erwähnt ist die untere Hälfte für uns aber spannender. Also arbeiten wir uns mal von unten nach oben hoch. An der Unterseite findet ihr einen 3,5mm Klinkenanschluss. Dieser ist allerdings wider Erwarten nicht für die Kamera gedacht, sondern dient als Kopfhörerausgang, um das Signal direkt am Mikro kontrollieren zu können.

Knapp darüber gibt es die Gain-Regelung. Hier könnt ihr die Verstärkung des Mikrofons stufenlos regeln. Dabei bietet das Mikrofon genug Power, um relativ schwache und rauschige Kamera-Preamps zu kompensieren. Die Einstellung reicht dabei von -10 bis +15. Etwas schade ist, dass das Rädchen hier leichtes Spiel hat, bevor es greift. Das mindert den ansonsten wirklich hochwertigen Gesamteindruck.

Etwas weiter oben haben wir zwei Hardware-Knöpfe. Mit diesen können wir alle übrigen Features steuern. Der untere ist dabei zunächst durch langes Drücken für das Ein- und Ausschalten zuständig. Die LED rechts darüber informiert euch unterdessen über den aktuellen Zustand. Diese leuchtet, wenn das Mikro an ist und beginnt zu blinken, wenn der Akkustand knapp wird. Auch der Ladevorgang wird durch Blinken kenntlich gemacht und verkündet mit Dauerlicht, dass der Akku wieder voll ist.

Kurzes Drücken aktiviert die Backup-Spur, die euer Signal gedämpft um rund 10 dB in die linke Tonspur legt. Somit könnt ihr immer auf eine Notfallspur zurückgreifen, solltet ihr mal übersteuern. Den Status dafür zeigt die LED links darüber an. Leider zeigt das Mikro selbst nicht an, falls ihr übersteuert. Hier müsst ihr euch auf die Pegelanzeigen eurer Kamera verlassen.

Der zweite Button ist für den Lowcut-Filter zuständig. Standardmäßig ist dieser aus, kann aber zugeschaltet werden, um die Frequenzen wahlweise ab 75 oder 150 Hz abzusenken.

Der wichtigste Anschluss befindet sich dann noch an der Seite. Ein moderner USB-C-Anschluss. Dieser dient unter anderem zum Laden des Mikros. Im inneren befindet sich nämlich ein fest verbauter Akku, der euch mit einer Ladung knapp 30 Stunden Laufzeit sorgen soll. Dieser Wert kam bei meinem Test auch relativ gut hin. Nach rund 2 Stunden ist er dann wieder voll geladen.

Außerdem dient der USB-C-Anschluss, und das ist etwas sonderbar, auch als Hauptausgabe für den Ton. Die beiden mitgelieferten Klinkenkabel enden nämlich jeweils an einer Seite auf USB-C und werden mit der anderen an euer Aufnahmegerät gesteckt.

Ich hatte bei dem USB-C-Anschluss auch noch die Hoffnung auf eine zweite Funktion. Und zwar eine mögliche Nutzung als USB-Mikrofon, ähnlich wie man es vom Rode VideoMic NTG kenn. Das ist aber leider nicht möglich und aus meiner Sicht leider verschenktes Potenzial.

Der Sound in der Praxis

Der Sound ist recht voll und gut gerichtet, allerdings für meine Begriffe etwas dumpf. Hier sind, verglichen mit anderen Mikros, für meinen Geschmack die Höhen zu schwach ausgeprägt, so dass ich immer eine Nachbearbeitung anpeilen würde. Ich erwarte allerdings von einem Mikro, dass es bereits ohne weiteres Zutun schon mal einen gut nutzbaren Sound hinbekommt. Insofern bin ich da ein wenig enttäscht. Praktische Beispiele könnt ihr im oben verlinkten Video hören.

Fazit

Kommen wir damit zum Fazit. Synco hat mit ihrem neuen Mic-D30 ein wirklich gut verarbeitetes Shotgun-Mikrofon herausgebracht. Durch seine Features und die enorme Akkulaufzeit ist es dabei ein praktischer Partner im Ton-Alltag. Allerdings finde ich den Klang suboptimal. Gerade die fehlenden Höhen die für einen dumpfen Gesamtklang sorgen, wird das Mikro seinen Preis nicht gerecht. In dieser Preisklasse erweite ich klaren, direkt verwendbaren Sound out of the Box.

Zum Mikrofon:
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Obli
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