Elgato Keylight Air im Test – Das kompakte LED-Videolicht für Streamer!

Elgato versorgt seit anbeginn der Streaming-Ära Streamer mit der benötigten Technik. Dazu gehört auch eine entsprechende Beleuchtung. Nach dem großen Key Light¹ folgt nun eine etwas kleinere Alternative mit dem Key Light Air¹. Was das so kann und ob es eine Alternative darstellt, das erfahrt ihr wie immer hier.

Das Video wird von Youtube eingebettet abespielt.

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Lieferumfang & Aufbau

Das Elgato Key Light Air kommt als eine Art kleiner Bausatz daher. Neben dem Licht gibt es also entsprechend ein Stativ in Einzelteilen mit massivem Standfuß, einen Trafo mit recht kurzgeratenem 1,5m langen Kabel und eine überdimensionierte Anleitung für den Zusammenbau und die Ersteinrichtung auf Pappe.

Das ganze Set macht dabei schon mal einen anständigen Eindruck. Die Lampeneinheit selbst ist komplett in Kunststoff gehalten mit Stromanschluss und Einschalter auf der Rückseite. Der Zusammenbau gestaltet sich als relativ einfach, abgesehen von der letztendlichen Anbringung der Lampe selbst. Die Halterung für das Kugelgelenk besteht aus zwei Teilen und muss gleichzeitig an die Kugel auf Seiten des Key Lights und an die Halterung montiert werden.

Habt ihr das geschafft steht euer Key Light. Jetzt fehlt nur noch das Stromkabel. Damit das gut versteckt ist, gibt es am Stativ selbst eine kleine Kabelführung. Doch bevor ihr es da reinklemmt, solltet ihr zunächst die Höhe euren Bedürfnissen entsprechend anpassen, da ihr sonst am Kabel zieht. Der Standfuß bringt das Key Light dabei auf eine Höhe zwischen 60 und 90 cm. Im Anschluss lässt sich das Licht dank des Kugelgelenks flexibel ausrichten.

Inbetriebnahme

Um das Keylight in Betrieb zu nehmen, benötigt ihr ein Gerät mit WLAN. Habt ihr einen Standrechner wie ich ohne WLAN werdet ihr entsprechend auf einen Laptop oder iOS-Gerät verwiesen. Aber keine Sorge, es gibt auch eine Android App für die Ersteinrichtung. Sobald ihr hier ein neues Gerät hinzufügen wollt, verbindet sich die App über WLAN mit der Lampe. Im Anschluss teilt ihr dem Key Light eure WLAN-Zugangsdaten mit und fertig.

Ab jetzt kann das Licht mit jedem im Netzwerk befindlichen Gerät gesteuert werden. Egal ob PC oder Mobilgerät. Die Möglichkeiten selbst sind dabei sehr übersichtlich aber ausreichend. Neben reinem Ein- und Ausschalten könnt ihr die Helligkeit anpassen so wie die Farbtemperatur zwischen 2900 Kelvin also sehr warmen Zimmerlicht und maximal 7000 Kelvin kaltweißem Tageslicht. Darüber hinaus könnt ihr dem Key Light einen Namen zuweisen für Setups mit mehreren Leuchten und ihr könnt das Standardverhalten beim Einschalten festlegen.

In der Praxis

Das Key Light Air hat insgesamt nur 80 statt wie der große Bruder 160 LEDs und bringt es entsprechend nur auf halbe Helligkeit. Trotzdem genügt das vollkommen um euch für einen Stream auszuleuchten. Auch die bedeutend kleinere Fläche ist kein Problem und sorgt trotzdem für ein sehr weiches, augenschonendes Licht. Dabei ist es dennoch recht gerichtet und erleuchtet aufgrund der kleinen Fläche nicht gleich den ganzen Raum, was euch viel Freiheit in der Bildgestaltung lässt. Einen praktischen Eindruck bekommt ihr im verlinkten Video.

Zwar ist das Keylight Air kleiner als das große Key Light, viel Platzsparender ist es aufgrund des großen Standfußes aber nicht. Und trotz allem kostet auch das Air noch stolze 130 Euro. Sicher gibt es auch günstige LED-Videoleuchten mit vergleichbar gutem Licht und ordentlicher Diffusion für ein viertes des Preises. Diese benötigen jedoch einen passenden Standfuß mit der Höhe und lassen sich nur über Umwege in euer Elgato-Setup integrieren, so dass man mit vergleichbarem Komfort auch schnell bei rund 100 Euro landen kann. Da ist letzten Endes die Frage, ob einem das der Komfort wert ist.

Fazit

Auch das kleine Elgato Key Light Air sorgt trotz kleinerer Ausmaße und schwächerem Licht für genügend Ausleuchtung für eure Videos und Streams. Durch den Standfuß ist es nicht wirklich platzsparender, dafür ist es eine Ecke günstiger als das große Key Light. Trotzdem geht auch die kleine Variante mit 130 Euro ordentlich ins Geld insbesondere, falls ihr ein Setup mit zwei Leuchten basteln wollt. Die Frage für euch bleibt, ob euch das der Luxus Wert ist, die volle Integration in eure Elgato-Setup zu haben. Die regelbaren Einstellungen hin oder her, stellt man so ein Licht meist einmal ein und schaltet es dann nur noch ein und aus. Dafür gäbe es auch weit günstigere Alternativen.

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Obli
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Leidenschaftlicher Technikfreak mit einem Hang zu allem, was irgendwie multimedial ist.